Tulpenzwiebeln: Die richtige Pflege für eine perfekte Tulpenblüte

tulpenzwiebeln

Die Tulpe ist von Natur aus pflegeleicht. Mit über 150 verschiedenen Arten zählt die zu den Liliengewächsen gehörende Blume zur größten Gattung der Zwiebelblumen. Das Verbreitungsgebiet der Tulpen erstreckt sich von Europa und Nordafrika bis nach Asien. Je nach Art und Sorte ist die Tulpen-Blütezeit zwischen März und Mai.

Tulpenzwiebeln pflanzen und pflegen

Ursprünglich stammt die Tulpe aus Südeuropa. Vor mehr als 500 Jahren wurden die ersten Tulpen in unserer Region eingebürgert. Aufgrund intensiver Kreuzung und Selektionszüchtung gibt es heutzutage ein breites Sortenspektrum an Tulpen, die in unterschiedlichen Farbtönen von hellgelb oder zartrosa bis leuchtendrot erblühen. Beim Pflanzen der Tulpenzwiebeln sollte der Boden locker und durchlässig sein, damit die Tulpen möglichst lange blühen. Bei sehr lehmigen Böden kann zusätzlich eine Drainageschicht aus Sand eingearbeitet werden. Staunässe vertragen Tulpen jedoch nicht, sodass die Tulpenzwiebeln bei schweren Böden vorsichtshalber auf ein dickes Sandbett gesetzt werden sollten.

Die ideale Zeit zum Pflanzen von Tulpenzwiebeln ist zwischen September und November. Tulpen sollten immer rechtzeitig vor dem Wintereinbruch an einem frostfreien Tag gepflanzt werden. Damit die Tulpenzwiebeln nicht schimmeln, sollten sie nach dem Kauf möglichst schnell in die Erde gesetzt werden. Profis achten darauf, dass das Pflanzloch doppelt so tief wie die Tulpenzwiebel ist. Zunächst werden die Tulpenzwiebeln mit Algenkalk in einem Eimer gemischt, bevor eine Handvoll Zwiebeln auf die Beete gestreut wird. Da der Algenkalk eine weiße Schicht bildet, können die Tulpenzwiebeln später im Beet problemlos wiedergefunden und eingepflanzt werden.

Der richtige Standort für Tulpen

Damit die Tulpen im Beet optimal zur Geltung kommen, können die Tulpenzwiebeln auch durcheinander gepflanzt werden. Auf diese Weise entsteht ein natürliches Blütenbild. Als Umrandung der Terrasse sehen Tulpen, die in Reihen gepflanzt werden, harmonisch aus. Idealerweise sollten die Tulpenzwiebeln mindestens 15 Zentimeter tief in die Erde gesetzt werden. Vor allem, wenn die Tulpen über mehrere Jahre blühen sollen, ist es sinnvoll, diese sogar bis zu 30 Zentimeter tief ins Erdreich zu setzen. Entscheidend für die Lebensdauer von Tulpen ist der richtige Standort. Da Tulpen die Sonne lieben, ist ein sonniger, warmer Platz im Beet ideal.

Die pflegeleichten Frühlingspflanzen blühen aber auch an schattigen oder halbschattigen Orten. Bis zur Tulpen-Pflanzzeit Anfang September können die Tulpenzwiebeln in einem Torf-Sand-Gemisch gelagert werden. Auf durchlässigen Böden gedeihen Tulpen am besten. Damit die Tulpenzwiebeln nicht zu nass stehen, kann der Boden mit etwas Sand gemischt werden. Dadurch wird gleichzeitig die Gefahr von Fäulnis gebannt. An einem trockenen Standort kann das Regenwasser gut abfließen, sodass sich keine Staunässe bilden kann.

Wie werden Tulpenzwiebeln eingepflanzt?

Beim Einpflanzen sollten die Zwiebeln bereits eine blühfähige Größe haben. Am besten geeignet sind deshalb größere Tulpenzwiebeln der Sortierung 11/12 Zentimeter. Tulpenzwiebeln werden stets mit der Spitze nach oben und ohne Druck eingepflanzt. Die Tulpen wächst und gedeiht zwar auch, wenn die Zwiebel nicht richtig herum in den Boden gesetzt wurde, die besten Ergebnisse werden jedoch erreicht, wenn die Tulpenzwiebel mit der Spitze nach oben in die Erde eingebracht wurde. Der ideale Abstand zwischen zwei Tulpenzwiebeln beträgt bei kleineren Exemplaren 3 bis 7 Zentimeter und bei größeren Zwiebeln zwischen 7 und 20 Zentimetern.

Nach dem Einpflanzen wird Erde aufgetragen und angegossen. Beim Tulpenpflanzen im Spätherbst ist ein Frostschutz aus Rindenmulch oder Laub sinnvoll, denn dadurch werden die Zwiebeln bei Minusgraden vor dem Erfrieren geschützt. Im Staudenbeet werden Tulpenzwiebeln in Gruppen von 10 bis 20 Exemplaren gesetzt. Dabei werden niedrige botanische Tulpen im Vordergrund und andere Tulpensorten in der Beetmitte gepflanzt. Wenn vor dem Einpflanzen ein Konzept erstellt wird, können die verschiedenen Tulpensorten so gepflanzt werden, dass sich die Tulpenblüte im Frühling über mehrere Wochen erstreckt.

Tulpenzwiebeln im Spätherbst setzen

Langlebige Tulpen blühen jedes Jahr, wenn sie gut gepflegt werden. Dunkle Tulpen kommen im Beet am besten zur Geltung, wenn sie mit hell blühenden Tulpen kombiniert werden. Interessante farbliche Effekte können durch das Setzen einzelner andersfarbiger Tulpen erzielt werden. Manche Tulpensorten blühen erst im Mai und können mit anderen, zur gleichen Zeit in Blüte stehenden Pflanzen wie dem Zierlauch kombiniert werden. Der richtige Zeitpunkt, um Tulpenzwiebeln zu pflanzen, ist ein Tag, an dem der Boden bereits kalt ist. Die Tulpen benötigen die Kälte im Winter, um sich auf die Blütezeit im Frühjahr vorzubereiten.

Deshalb ist der Spätherbst für das Setzen von Tulpenzwiebeln ideal. Sobald die Tagestemperaturen unter 10 Grad liegen, können die Zwiebeln gepflanzt werden. In unseren Regionen liegen die idealen Witterungsbedingungen zum Setzen von Tulpenzwiebeln meist zwischen Ende Oktober und Anfang November.

tulpen
fotolia.com – New Africa

Wie oft sollte man düngen?

Im Frühling ist es Zeit, die Tulpen ein wenig zu düngen. Düngen mit Flüssigdünger im Frühjahr sorgt für kräftige Farben und große Blüten. Zum Düngen können auch Hornspäne sowie andere organische Dünger verwendet werden. Nachdem die Tulpen verblüht sind, sollten die Stängel und Blätter zunächst stehen bleiben. Die Tulpenzwiebel benötigt etwas Zeit, um Kraft für das nächste Frühjahr zu sammeln. Deshalb werden zuerst nur die welken Blüten abgeschnitten. Dadurch wird verhindert, dass sich Samen bilden. Erst wenn alle Tulpen vollständig verblüht sind, können sie entfernt werden.

Dabei werden die Tulpenzwiebeln ganz aus dem Boden gezogen, sodass die nicht mehr benötigten Teile wie die äußeren Schalen und die Stängel entfernt werden können. Die Tulpenzwiebeln können dann im Herbst wieder gepflanzt werden. Im Herbst sollten die Tulpenzwiebeln abermals gedüngt werden. Dazu genügt eine Hand voll Kompost. Sofern die Tulpen im Boden verbleiben, lässt die Blühkraft meist spätestens innerhalb von vier bis fünf Jahren nach.

Tulpenzwiebeln übersommern

Die Pflanzen blühen länger und kraftvoller, wenn die Tulpenzwiebeln übersommert werden. Nachdem die Pflanzen aus der Erde genommen wurden, können die Zwiebeln an einem kühlen, luftigen Ort in der Garage, im Keller oder im Gartenhaus untergebracht werden. Die Tulpenzwiebeln können in Kisten verpackt oder an den Stängeln unter der Decke aufgehangen werden, bis sie im Herbst wieder in die Erde gesteckt werden. Um Frostschäden zu vermeiden, können die Tulpenzwiebeln im Herbstbeet mit Tannenzweigen abgedeckt werden. Tulpenzwiebeln sollten erst ausgegraben werden, nachdem die Blätter komplett vertrocknet sind.

Anschließend können die Tulpen geschnitten und die Zwiebeln eingelagert werden. Tulpen im Blumenkasten oder in der Blumenschale müssen ebenfalls vor dem Winter geschützt werden. Dabei genügt es, verwelkte Blüten und Blätter abzuschneiden und die Blumenkästen in den Keller zu stellen.

Die Vermehrung: Wie geht das?

Die Zwiebeln von Tulpen eignen sich ausgezeichnet zur Vermehrung. Tulpenzwiebeln können entweder über Tochterzwiebeln oder über Aussaat vermehrt werden. Bei einer Vermehrung über Aussaat dauert es in der Regel sehr lange, bis die Tulpenzwiebeln aufgehen. Meist sehen die Tulpen danach den Blumen der Originalzwiebeln nur wenig ähnlich und blühen oftmals in einer anderen Farbe. Sortenecht ist deshalb nur die Vermehrung über Tochterzwiebeln. Bei diesem Verfahren werden die Zwiebeln im Herbst von der Mutterpflanze gerodet an einer ausgewählten Stelle in den Boden gesetzt.

Bereits im nächsten Frühling sind die ersten Blattanlagen in der jungen Tulpenzwiebel sichtbar. Häufig bilden sich im Frühjahr bereits die ersten Blüten. Jungpflanzen, die über Tochterzwiebeln gezogen wurden, blühen und fruchten eher als aus Samen gezogene Tulpenzwiebeln.

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