Terrassenüberdachung: Darauf sollte man bei der Materialauswahl achten

Ein Terrassendach kann zu einer echten Herausforderung werden: Wer nicht nach der ersten Anbringung merken möchte, dass er einen Fehler gemacht hat und das Dach ein zweites Mal decken muss, sollte sich lieber vorher im Dickicht der vielfältigen Materialien zurechtfinden können. Dieser Ratgeber kann weiterhelfen.

Niemals am Dach sparen!

Weil man gemeinhin glaubt, das Terrassendach sei ja „nur“ ein Terrassendach und müsse daher nicht den gleichen Bedingungen standhalten wie das Dach eines Wohnhauses, greifen viele Menschen allzu leichtsinnig zu günstigen Materialien. Oder, schlimmer noch, sie überschätzen die Ästhetik und unterschätzen die Funktionalität und Beständigkeit, die ein solches Dach benötigt. Ein Glasdach sieht sicher schön aus und lässt viel Sonne durch. Aber die Terrasse steht eben nicht nur im Sommer draußen (und nicht jeder Sommer verläuft zudem wettertechnisch harmlos). Beim ersten starken Hagel bekommt das Glasdach mit Sicherheit einen Schaden.

Terrassenüberdachungen mit Doppelstegplatten sind hingegen deutlich besser geeignet. Doppelstegplatten, die in manchen Baumärkten auch Hohlkammerplatten genannt werden, sind robust und stabil und überstehen auch starke Witterung. Daher werden sie insbesondere auch gern zum Abdecken der Dächer von Carports genutzt: Niemand möchte einen Hagelschaden auf seinem Auto haben, daher braucht es ein Dach, das auch faustgroße Hagelkörner mühelos vom Blech fernhält. Und nicht zuletzt: Doppelstegplatten können transparent gefertigt werden. Daher können sie auch viel Licht durchlassen.

Eine vergleichbare Stabilität bei gleichzeitiger Transparenz bietet nur Sicherheitsglas. Dieses ist aber oft schon in kleinerem Format sehr teuer und stellt daher keine wirklich attraktive Alternative zu Doppelstegplatten dar.

Was sollte man beim Bau einer Terrasse beachten?

Der Bau einer Terrasse klingt zwar einfach, wird aber häufig unterschätzt. Viele Menschen gehen gerade bei der Planung zu naiv an das Vorhaben heran und bedenken nicht die zahlreichen Umstände, denen man im Laufe eines Lebens auf der Terrasse ausgesetzt sein kann. Ganz wichtig: Sichtschutz auch über das Dach hinaus. Kaum einer kann sich heutzutage ein Haus in Abgeschiedenheit leisten, üblicherweise muss man mit Nachbarn leben. Dass diese überhaupt vorhanden sind, scheint einem manchmal aber regelrecht zu entfallen. Ganz sicher erinnert man sich allerdings an seine Nachbarn, wenn man entspannt auf der Terrasse sitzen oder einen Grillabend mit Freuden verbringen möchte und sich konstant beobachtet fühlt.

Daher: Sichtschutz! Einen langsam wachsenden, dafür aber dauerhaften und effektiven Sichtschutz bieten beispielsweise günstige Heckensträucher. Wenn es schneller und flexibel sein soll, eignen sich Sonnensegel für einen Schutz. Diese können problemlos zwischen zwei einfachen Pfählen aufgespannt und bei Bedarf auch wieder abgenommen werden. Vorsicht ist bei Sonnensegeln vor allem dann geboten, wenn starker Wind weht. Ansonsten sind sie allerdings unbedenklich. Nichts gegen eine gepflegte Nachbarschaft – aber manchmal möchte man auf seiner Terrasse einfach seine Ruhe haben.

Bildquelle:

  • fotolia.com – pixeldeus
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