Staudengarten anlegen: Stauden richtig pflanzen und pflegen

Ein gekonnt angelegter Staudengarten versprüht einen Zauber, dem Gärtner sofort verfallen. Stauden haben nicht nur optisch viele Attribute. Mit einer geschickten Auswahl im Staudenbeet zeigen sich vom zeitigen Frühjahr bis weit in den Herbst eine bunte Blütenpracht und fantastisch gefärbtes Laub.

Stauden sind klassische Elemente, die in keinem Bauerngarten fehlen dürfen. Sie lockern mit ihrem Wuchs die strengen Regeln der Gartengestaltung auf und viele sind echte Insektenfreunde. Staudenhalter geben den Pflanzen halt und erleichtern die bunte Komposition im Beet. Moderne und zeitgemäße Gärtnerei ist nachhaltig und naturnah. Winterharte Blütenstauden dürfen daher in keinem Garten fehlen.

Ein Staudenbeet planen

Ein neues Beet sollte immer in den vorherrschenden Stil des Gartens passen. Die große Vielfalt der Stauden ermöglicht unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten. Der erste Schritt zum neuen Beet sollte eine Zeichnung sein. Eine Skizze vom Garten, in die das geplante Beet eingetragen wird. Wichtig sind die Maße des Staudenbeets, da die Fläche die Anzahl der Pflanzen bestimmt. Im Anschluss sollte eine Bodenanalyse erfolgen. Bodenstruktur, Zusammensetzung und pH-Wert geben geben Auskunft darüber, welche Pflanzen sich im Beet wohlfühlen.

Wichtig ist auch die Sonneneinstrahlung. Die meisten Stauden fühlen sich in sonnigen Lagen und im Halbschatten wohl. Mit diesen Kenntnissen kann es an die Pflanzenauswahl gehen. Ein besonderer Tipp sind alte Staudensorten, die dem Garten einen besonderen Charme verleihen und für die vielen Gartennützlinge ein echtes Paradies sind.

Im Staudenbeet herrscht Hierarchie

Ein attraktives Staudenbeet folgt einer strengen Rangordnung. Im Mittelpunkt stehen die Leitstauden. Diese Pflanzen überragen die anderen Pflanzen durch ihre Wuchshöhe und geben den Farbton vor. Umrahmt werden die blühenden Mittelpunkte von Begleitstauden. Begleitstauden haben eine niedrige Wuchshöhe und einen Farbton, der die Leitstauden harmonisch ergänzt. Die unterste Stufe der Hierarchie bilden bodendeckende Pflanzen. Die Pflanzen mit niedrigem Wuchs sind keine Lückenfüller, sondern eine blühende Ergänzung im Beet.

Tipp: Je nach Größe des Beets können zusätzliche Abstufungen in der Hierarchie eingefügt werden.

Die Beet-Architektur

Das klassische Staudenbeet hat eine längliche Form. Bei einem Standort vor einem Zaun oder einer Hauswand werden die Leitstauden in die hintere Reihe gepflanzt und die Begleitstauden werden nach ihrer Wuchshöhe gestaffelt davor gesetzt. Die Bodendecker bilden den Abschluss zur Rasenkante oder zum Weg. Staudenbeete können jedoch auch rund, oval oder in einer geschwungenen Form angelegt werden. Die Leitstauden sollten dabei in die Mitte gepflanzt werden und die Begleitstauden in einer symmetrischen Anordnung drumherum.

Beim Anlegen eines Staudenbeets kann man nichts falsch machen. Erlaubt ist, was gefällt und was dem Platzbedarf der einzelnen Pflanzen entspricht. Ein Staudenbeet ist bei einer durchdachten Bepflanzung das ganze Jahr über schön. Bei der Wahl der Stauden sollte auf die Blütezeit geachtet werden und die Kombination so gewählt werden, dass immer eine Staudenart blüht. Staudenbeete sind nach dem Pflanzen erfreulich pflegeleicht.


Bildquelle Titelbild:

  • dvoevnore/shutterstock.com
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