Schnellwachsende Nadelbäume: Diese 9 Sorten sollte man kennen

Schnellwachsende Nadelbäume

Nadelbäume verleihen jedem Garten oder Park ein besonderes Flair. Unter den ausladenden Zweigen, durch die das Sonnenlicht wie kleine Goldsplitter auf den Boden fällt, lässt es sich im Sommer gut aushalten, während sie in der kalten Jahreszeit Strukturbildner im winterlichen Garten sind. Immer mehr Gartenbesitzer wünschen sich einen solchen attraktiven Baum, doch vielen dauert es zu lange, bis er seine End- bzw. die Wunschhöhe des Besitzers erreicht hat.

Schnellwachsende Nadelbäume: Grundlegende Informationen

Dennoch ist zu überlegen, ob ein Nadelbaum überhaupt in den Garten passt. So müssen in einer Wohnsiedlung oder in einer Kleingartenanlage nachbarschaftsrechtliche Aspekte und Satzungen berücksichtigt werden, denn mit einer Höhe von zehn Metern und mehr kann der grüne Gartenmittelpunkt zum Schattenspender für andere Gärten und damit schnell zum Zankapfel zwischen Nachbarn werden. Auch im Vorgarten wird aus dem kleinen Bäumchen ein Riese, der nach ein paar Jahren dafür sorgt, dass der Hausbesitzer auf Jalousien oder Rollläden verzichten kann.
Das alles gilt es zu bedenken, ehe man sich für einen Nadelbaum (oder mehrere) in seinem Garten entscheidet.


Diese 9 Sorten wachsen besonders schnell

Zu den besonders schnell wachsenden Bäumen gehören die nachfolgenden Sorten. Unsere Übersicht der 9 am schnellsten wachsenden Nadelbäume übersichtlich zusammengestellt:

Urweltmammutbaum (Metasequoia glyptostroboides)

Urweltmammutbaum
Tai Dundua/shutterstock.com

Rekordhalter unter den Nadelbäumen ist mit einem Jahreswachstum von bis zu einem Meter der Urweltmammutbaum. Der aus Asien stammende Baum ist schlank und hat eine kegelförmige Krone. Die imposante Erscheinung ist besonders gut geeignet für große und/oder parkähnliche Gärten.

  • Jährlicher Zuwachs: 60 bis 100 Zentimeter
  • Endhöhe: ca. 35 Meter
  • Fruchtschmuck: Zapfen
  • Kosten: ab rund 9 Euro (Quelle alle Preisangaben: idealo.de)

Sicheltanne (Cryptomeria japonica)

Sicheltanne
zzz555zzz/shutterstock.com

Die gebogenen, dicht an dicht sitzenden Nadeln gaben der eleganten Tanne ihren Namen. In den ersten Jahren braucht sie einen Winterschutz, um Frosthärte zu entwickeln.

  • Jährlicher Zuwachs: 50 bis 70 Zentimeter
  • Endhöhe: 10 bis 15 Meter
  • Fruchtschmuck: Zapfen
  • Kosten: ab rund 9 Euro

Blaue Atlaszeder (Cedrus atlantica)

Blaue Atlaszeder
Marinodenisenko/shutterstock.com

Mit einer Endhöhe von nur rund 2 Metern bleibt diese wunderschöne Zeder relativ klein und besticht durch ihren malerischen Wuchs und ihre einzigartige Farbe. Einzige Voraussetzung für ein gesundes Wachstum ist eine ausreichend feuchte Erde, damit sich die Immer“grüne“ wohlfühlt.

  • Jahreszuwachs: 30 bis 50 Zentimeter
  • Endhöhe: 1 bis 2,50 Meter
  • Fruchtschmuck: Zapfen
  • Kosten: ab rund 22 Euro

Rotfichte, Gemeine Fichte, Rottanne (Picea abies)

Rotfichte
Masson/shutterstock.com

Als Weihnachtsbaum bekannt ist die Rotfichte, die sich mit ihrer gefärbten Rinde und einer überschaubaren Endhöhe auch sehr gut als Hausbaum eignet.

  • Jahreszuwachs: 25 bis 50 Zentimeter
  • Endhöhe: 2 bis 3,50 Meter
  • Fruchtschmuck: Zapfen
  • Kosten: ab rund 10 Euro

Lärche (Larix decidua)

Lärche
Anton Mizik/shutterstock.com

Kein anderer Nadelbaum trumpft ihm Frühjahr mit einem so leuchtend frischgrünen Nadelkleid auf wie die Lärche. Im Laufe des Sommers wechselt das Farbspiel von hellgrün über dunkelgrün zu goldgelb, ehe der Baum seine Nadeln im Herbst abwirft.

  • Jahreszuwachs: 25 bis 50 cm
  • Endhöhe: 15 bis 30 Meter
  • Fruchtschmuck: Zapfen
  • Kosten: ab rund 20 Euro

Wald-Kiefer (Pinus sylvestris)

Wald-Kiefer
Israel Hervas Bengochea/shutterstock.com

Mit der im Alter schirmförmigen Krone erinnert die Wald-Kiefer ein bisschen an Pinien. Pflegeleicht und robust wird sie als Solitär zum grünen Blickfang.

  • Jahreszuwachs: 15 bis 40 Zentimeter
  • Endhöhe: 10 bis 30 Meter
  • Fruchtschmuck: Zapfen
  • Kosten: ab rund 30 Euro

Blaufichte (Picea pungens)

Picea pungens
Marinodenisenko/shutterstock.com

Zu den Klassikern unter den Koniferen zählen die Blaufichten. Die mit ihren stahlblauen Nadeln imposanten Gehölze sind das ganze Jahr ein schöner Anblick und wirken in exponierter Stellung fast wie eine Skulptur. Der Baum ist völlig anspruchslos und kommt mit allen Bodenverhältnissen zurecht, solange er sonnig steht.

  • Jahreszuwachs: 15 bis 30 Zentimeter
  • Endhöhe: 15 bis 20 Meter
  • Fruchtschmuck: Zapfen
  • Kosten: ab rund 18 Euro

Douglasie (Pseudotsuga menziesii)

Pseudotsuga menziesii
Marinodenisenko/shutterstock.com

Der immergrüne Baum mit den grün bis blau-grünen Nadeln mag feuchte Böden ohne Staunässe und sonnig bis halbsonnige Standorte. Besonderheit ist der würzige Duft nach Zitrone, wenn man die Nadeln zerreibt.

  • Jahreszuwachs: 20 bis 40 Zentimeter
  • Endhöhe: 2 bis 6 Meter
  • Fruchtschmuck: Zapfen
  • Kosten: ab rund 3 Euro

Mittelmeerzypresse (Cupressus sempervirens)

Cupressus sempervirens
Marinodenisenko/shutterstock.com

Mittelmeerzypressen, die elegant in den Himmel ragen, erinnern an den Süden. Sie kommen in Gruppen oder auch in Einzelstellung sehr gut zur Geltung. An einem sonnigen Standort braucht die mediterrane Schönheit in den ersten Jahren Winterschutz. Später kommt sie mit den meisten klimatischen Bedingungen bei uns gut zurecht.

  • Jahreszuwachs: 40 bis 70 Zentimeter
  • Endhöhe: 8 Meter
  • Fruchtschmuck: Zapfen
  • Kosten: ab rund 10 Euro

Schnellwachsende Nadelbäume: Wer macht das Rennen?

  • 60 bis 100 Zentimeter pro Jahr: Urweltmammutbaum
  • 50 bis 70 Zentimeter pro Jahr: Sicheltanne
  • 40 bis 70 Zentimeter pro Jahr: Mittelmeer-Zypresse
  • 30 bis 50 Zentimeter pro Jahr: Blaue Atlaszeder
  • 25 bis 50 Zentimeter pro Jahr: Rotfichte, Lärche
  • 20 bis 40 Zentimeter pro Jahr: Douglasie
  • 15 bis 40 Zentimeter pro Jahr: Wald-Kiefer
  • 15 bis 30 Zentimeter pro Jahr: Blaufichte

Wie sieht es mit Hecken aus?

Zypressen eignen sich durch ihre schlanke Wuchsform und Schnittverträglichkeit hervorragend für blickdichte Hecken. Je nach Sorte erreichen sie ein Jahreswachstum zwischen 40 und 70 Zentimetern in Breite und Höhe. Manche Sorten schaffen es auch, einen Meter pro Jahr zuzulegen. Sollen die Zypressen als Hecke und Sichtschutz dienen, müssen sie jährlich geschnitten werden.
Wer keinen Garten hat, braucht dennoch nicht auf Nadelbäume zu verzichten. Fast alle Koniferen können auch in einem großen Kübel mit ausreichend Erde gehalten werden. Zwar bleiben sie in der Endhöhe unter den im Freiland ausgepflanzten Exemplaren, aber auch Balkon und/oder Terrasse werden auch sie nach kurzer Zeit zum Schattenspender, Raumteiler, Blickfang.

Unser Fazit zu schnellwachsenden Nadelbäumen

Einen oder mehrere Nadelbäume zu pflanzen ist nicht nur eine Frage des Platzes, sondern auch des Budgets. Kleine Bäume sind in der Regel preisgünstig zu erwerben, so dass zu überlegen ist, auf kleinere Exemplare zurückzugreifen. Preisvergleiche bei örtlichen Gärtnereien oder Baumschulen lohnen sich auf jeden Fall. Wer seinen Nadelbaum zu einem schnellen Wachstum anregen will, sollte auf die Bedürfnisse des grünen Gartenmitbewohners eingehen. Besonders nach der Pflanzung ist es wichtig, den Baum mit ausreichend Wasser zu versorgen. Direkt beim Pflanzen sollte Kompost mit eingearbeitet werden, um den Baum von Anfang an mit Nährstoffen zu versorgen.

Bildquelle Titelbild:

  • Anielius/shutterstock.com
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