Rasen überdüngt: Tipps und Handlungsempfehlungen im Detail

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Das heimische Grün ist für viele Menschen ein geliebter Rückzugsort. Hier verbringen Sie erholsame Stunden mit Ihren Liebsten und können dabei den Stress und die Sorgen des Alltags auf einfache Art und Weise vergessen. Dabei machen es sich manche Personen einfach gerne auf der Wiese im Garten bequem und nehmen ein gutes Buch zur Hand, während andere hier am liebsten mit den Kindern spielen. Auch Grillpartys sind in der Sommerzeit bei vielen Menschen beliebt. Dann werden alle Freunde oder die ganze Familie eingeladen, sodass man schöne Stunden zusammen verbringen kann.

Wichtig ist dabei natürlich, dass der Garten in einem guten Zustand ist. Das gilt zum einen für die herrlich blühenden Blumen, aber auch für den Rasen. Denn das Gras in Ihrem Garten benötigt eine besondere Pflege. Viele Menschen denken hier, dass sie nur ausreichend Dünger verwenden müssen, um einen schönen Rasen zu erhalten. Doch dabei werden häufig fehler gemacht. Dann stehen Sie vor der Frage: Rasen überdüngt – was kann man tun?

Rasen überdüngt: Das sind die Ursachen

Wenn Sie Ihren Rasen pflegen wollen, ist die richtige Menge des Düngemittels von entscheidender Bedeutung. Denn wer zu viel mineralischen Rasendünger verwendet, der stört das Ökosystem im Boden, was Folgen für den Wuchs des Grüns hat. Der Boden erhält eine zu starke Nährstoffkonzentration und kann diese nicht verarbeiten. Doch keine Sorge, dieses Problem bekommen Sie leicht in den Griff.

So erkennen Sie eine Überdüngung des Rasens in Ihrem Garten

Überdüngung tritt schnell auf. Dabei gibt es unterschiedliche Stärken der Überdüngungen. Eine leichte Überdüngung der Rasenfläche hat nährstofftypische Überschusssymptome zur Folge. Dazu zählen beispielsweise übermäßiges Wachstum und aufgequollene Blätter der Rasenpflanzen. Auch eine dunkelgrüne Färbung der Pflanzen ist ein weitverbreitetes Symptom. Darüber hinaus ist der Rasen anfällig für Pilzpflanzen. Auch gegen Frost weist er nur geringen Selbstschutz auf. Die Überdündung führt häufig zu einem Calium-Mangel im Boden. Dieser wiederum hat:

  • Wuchshemmung und
  • Absterben der Blattspitzen

zur Folge. Gut zu wissen: Sehr problematisch ist eine solche leicht Überdungung nicht. Häufig ist noch nicht einmal eine Behandlung nötig. Der Boden regeneriert von selbst. Wichtig ist dabei nur, dass Sie bei weiteren Düngevorgehen nicht zu viel von dem überschüssigen Nährstoff einsetzen.

Alarmsignale bei stark überdüngtem Rasen

Bei stark überdüngtem Rasen hingegen müssen Sie tätig werden, um den Rasen zu bewahren. Hier sind die Anzeichen besonders deutlich. Die Graspflanzen verfärben sich nach und nach gelb. Mit der Zeit entwickelt sich daraus ein Braunton. Und schließlich führt die Überdüngung dazu, dass die Pflanzen komplett absterben. Wer sich hier nicht mit der Materie auskennt, der wird diesen Zustand des Rasens als Verbrennung wahrnehmen. Tatsächlich ist er aber auf das hochkonzentrierte Düngesalz im Untergrund zurückzuführen. Damit können die Wurzeln im Boden nicht umgehen.

Die vermeintlichen Verbrennungen gehen zurück auf Exosmose. Diese bezeichnet ein gestörtes osmotisches Gefälle in der Pflanze. Es orientiert sich nicht mehr am Wasserbedarf. Stattdessen gibt die Graspflanze Wasser ab, um Ionen aufzunehmen. Damit ist es ihr nicht mehr möglich, die Lebensfunktionen aufrecht zu erhalten – sie stirbt ab. Sie erkennen stark überdüngte kleinere Flächen auf dem Rasen an einem punktuell auftretenden Absterben der Pflanzen. Ähnliche Folgen wie eine Überdüngung hat auch Streusalz, das auf den Rasen gelangt. Weitere Gifte für den Grünbereich sind:

  • Kettenhaftöl,
  • Benzin oder
  • Putzmittel

Folglich sollten Sie diese von der Rasenfläche fernhalten. Auch ist es nicht ratsam, das Auto oder ähnliches auf dem Rasen zu waschen, da dabei gefährliche Giftstoffe in den Boden einsickern.

So gehen Sie bei einer Überdüngung des Grüns vor

Sie wollten den Rasen eigentlich sorgfältig und vor allen Dingen gleichmäßig mit Dünger versorgen, aber beim Befüllen des Streuers ist Ihnen der Sack umgefallen? Da sich nun der Rasendünger auf einem bestimmten Teil des Grün verteilt hat, ist rasches aber besonnenes Handeln gefragt. Zunächst sollten Sie sich Handschuhe anziehen, damit Sie nicht direkt mit dem stark konzentrierten Mittel in Hautkontakt geraten. Dann machen Sie sich daran, das Düngemittel mit der Hand vom Rasen aufzunehmen und in einen Eimer zu füllen. Ist diese Aufgabe weitesgehend erfüllt, nehmen Sie einen Rechen zur Hand.

Dieses Gartengerät macht es Ihnen möglich, möglichst viele Körner des Düngemittels aus der Grasnarbe des Grüns zu entfernen. Zum Abschluss ist es wichtig, dass Sie sich beim Wässern besonders auf den betroffenen Bereich des Rasens konzentrieren. Führen Sie dem Boden hier ausgiebig und über einen längerne Zeitraum Wasser zu. Auf diese Art und Weise können Sie die Nährstoffkonzentration im Untergrund verdünnen.

Was tun, wenn der Dünger schon auf dem kompletten Bereich verteilt ist?

Mitunter kommt es vor, dass Sie die Überdüngung zu spät bemerken. Nämlich erst dann, wenn die Körnermischung schon auf dem gesamten Grünbereich verteilt ist. Doch auch das ist kein Problem. Sie können trotzdem einer Überdüngung im Garten entgegenwirken. Auch hier lautet die Devise: gründlich wässern! Beachten Sie beim Düngen des Rasens grundsätzlich folgende Grundregel: Das Mittel darf nur aufgetragen werden, wenn der Wetterbericht für die nächsten Tage ausgiebige Regengüsse vorhersagt.

Niemals sollten Sie Ihren Rasenbereich im Garten bei starker Sonneneinstrahlung und langer Dünneperiode mit Nährstoffen für das Wachstum versorgen. Der Regen sorgt dafür, dass der Dünger durch die Flüssigkeit in den Boden gelangt und hier verdünnt wird und seine hohe Konzentration verliert.

Rasen überdingt: Tipps zum Schutz vor Überdüngung

Um ein Überdüngen des Rasens zu vermeiden, sollten Sie verschiedenen Tipps bei der Pflege des Grüns berücksichtigen. So müssen Sie sich bei den mineralischen Düngern immer genau an die Dosierungsempfehlungen halten, um ein optimales Ergebnis bei der Düngung zu erzielen. Beim Düngen stellen Sie den Sack immer auf einer gepflasterten Fläche ab und nehmen auch das Umfüllen nur dort vor. Prüfen Sie die Einstellungen und die Funktionsweise des Düngerstreuers in jedem Fall schon vor der Nutzung, damit Ihnen beim eigenltichen Düngen keine Fehler unterlaufen.

Grundsätzlich empfehlen Experten in erster Linie die Dünger auf organischer Basis. Diese Inhaltsstoffe setzt der Boden nur langsam um, sodass selbst eine großzügige Verteilung keine Überdüngung des Rasens zur Folge hat.

Bildquelle:

  • © fotolia.com – Andrea
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