Parkett abschleifen oder gleich neu verlegen?

Parkettböden und andere Holzböden aus Massivholz lassen sich abschleifen und mithilfe einer Versiegelung verhältnismäßig einfach erneuern. Das ist vor allem für erfahrene Heimwerker ein Leichtes und auch Laien können ihren Parkettboden auf diese Weise wieder auf Vordermann bringen. Doch lohnt sich der Aufwand, einen Parkettboden abzuschleifen überhaupt und wann sollte ein Parkettboden besser ersetzt werden?

Lohnt sich der Aufwand des Abschleifens überhaupt?

Ein Parkettboden ist ein hochwertiger Holzboden aus Massivholz. Diese zeichnen sich durch eine hohe Langlebigkeit aus und verleihen jedem Raum einen eleganten Touch. Doch von Zeit zu Zeit sollten Parkettböden abgeschliffen und neu versiegelt werden. Denn mit der Zeit verliert ein Parkettboden seinen natürlichen Glanz, bekommt Flecken und mitunter bilden sich sogar Unebenheiten. Doch das lässt sich durch das Abschleifen eines solchen Bodens einfach beheben, wodurch sich Parkettböden beliebig oft restaurieren lassen.

Wer handwerklich nicht über das nötige Talent verfügt, der sollte die Restaurierung durch einen Fachbetrieb durchführen lassen wie die Parkettverlegung Köln. Über die Leistungen des Fachbetriebs, zu denen unter anderem die Verlegung und Restaurierung von Parkettböden gehören, könne Sie sich unter www.parkettverlegungkoeln.de ein Bild machen.

Diese Makel werden beim Abschleifen beseitigt

Bei leicht beanspruchten Parkettböden werden während der Restaurierung Schlieren, Schleier und ähnliche Makel entfernt. Mitunter wird bei leicht beanspruchten Böden lediglich die Lackschicht angeschliffen und erneuert. Bei stärker beanspruchten Parkettböden werden der Lack und das Holz dagegen etwa 1 mm abgeschliffen. Auf dieser Weise lassen sich auch Beschädigungen an der Oberfläche wie Quetschungen oder Schnitte entfernen. Falls der Boden zu stark beschädigt ist, werden diese vor dem Lackieren verputzt und mit Holzstaub abgedeckt.

Wie oft sollte man das Parkett abschleifen und wie lange dauert es?

Parkettböden sollten im Wohnbereich etwa alle 10 Jahre und im Schlafzimmer alle 20 Jahre abgeschliffen werden, je nach Abnutzung. Für das Abschleifen sollte man bei einer Fläche zwischen 20 und 30 m² mit einer Arbeitszeit von einem Tag rechnen.

Kann man jedes Parkett abschleifen?

Ein Parkettboden muss mindestens 3,5 mm dick sein, damit dieser abgeschliffen werden kann. In der Regel sind Parkettböden aus Massivholz zwischen 10 und 12 mm dick und kann daher mehrmals abgeschliffen werden. Ein Mehrschichtparkett sollte dagegen mindestens 3 mm dick sein, damit dieses abgeschliffen werden kann.

So schleift man das Parkett fachmännisch ab

Das Abschleifen eines Parkettbodens ist keine einfache Angelegenheit und sollte auf gar keinen Fall unterschätzt werden. Wer handwerklich daher nur mäßig begabt ist, sollte diese Arbeit daher besser durch einen Fachbetrieb durchführen lassen. Denn beim Abschleifen kann es schnell passieren, dass zu viel des Bodenbelags abgeschliffen wird. Dadurch können sogenannte Schleiffehler entstehen, die nicht nur die Optik beeinträchtigen, sondern sich auch nicht immer beheben lassen. Wer sich das Abschleifen eines Parkettbodens trotz allem zutraut, der kann sich dabei an den folgenden Schritten orientieren:

  • Vorbereitung: Vor dem Abschleifen sollte der Raum komplett ausgeräumt werden, wozu auch die Vorhänge und sämtliche Dekorationen an den Wänden gehören. Was nicht entfernt werden kann, sollte zum Schutz vor Staub abgeklebt werden.
  • Erster Schleifgang: Der Boden wird mit einer Walzenschleifmaschine abgeschliffen, wobei Verschmutzungen und die Versiegelung entfernt werden. Hierfür sollte ein grobes Schleifpapier verwendet werden, womit Ölreste, Wachs oder Lack entfernt werden können. Im Anschluss daran den Boden gründlich absaugen.
  • Der Zwischenschliff: Für den Zwischenschliff sollte ein Schleifpapier mit einer feinen Körnung mit der Walzenschleifmaschine verwendet werden. Hierbei muss darauf geachtet werden, dass Übergänge an dem Rand nicht sichtbar sind. Danach können Risse im Parkett mithilfe von einer Spachtel ausgefüllt werden. Je nach Zustand des Bodens sollte dieser mehrfach abgeschliffen und nach jedem Schleifgang gründlich abgesaugt werden.
  • Der Feinschliff: Für den Feinschliff sollte eine ganz feine Körnung verwendet werden, durch die der Boden eine glatte und ebene Oberfläche erhält. Anschließend sollte der Boden erneut gründlich gereinigt werden.
  • Die Versiegelung: Zum Schluss wird der Boden mithilfe von Öl, Wachs oder Lack versiegelt. Welche Versiegelung dabei am besten geeignet ist, hängt allein von den eigenen Ansprüchen ab.

Das Parkett vor weiteren Schäden schützen

Um einen Parkettboden nach dem Abschleifen vor neuen Schäden zu schützen, sollte man einige Regeln berücksichtigen:

  • Keine schweren Möbelstücke über den Parkettboden schieben
  • Unter die Beine von Stühlen und Tischen sollte Filz geklebt werden
  • Bürostühle mit Rollen auf einer Schutzmatte aus Stoff oder Kunststoff verwenden
  • Vorsicht vor Flüssigkeit auf dem Boden, zum Beispiel beim Gießen der Blumen
  • Unter Tischen einen Teppich zum Schutz auslegen
  • Den Parkettboden nicht mit verschmutzten Straßenschuhen betreten
  • Geölte und gewachstes Parkett sollte etwa alle fünf Jahre neu versiegelt werden

Wann sollte man den Parkettboden ersetzen?

Ersetzen sollte man einen Parkettboden, wenn dieser weniger als 3,5 mm dick ist und daher nur noch schwer restauriert werden kann.


Bildquelle Titelbild:

  • taurusphoto/shutterstock.com
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