Obstanbau für Einsteiger: Schwarze Apfelbeere (Aronia)

Aufgrund ihres eindrücklichen Geschmacks und ihrer schönen Gestalt ist die sogenannte Aronia oder Schwarze Apfelbeere unter Gärtnern sehr beliebt. Sie kann sowohl als klassische Nutzpflanze als auch als Zierpflanze angebaut werden. Dieser Artikel beschäftigt sich mit der jahrhundertealten Pflanze und zeigt, wie der Anbau gelingt.

Was ist Aronia und woher kommt die Pflanze?

Die Aroniapflanze stammt aus Nordamerika und wird hierzulande vor allem wegen ihrer gesundheitsfördernden Wirkung und ihrer Farbe geschätzt. Wegen der vielen Vitamine im Aroniasaft ist die Flüssigkeit häufig Bestandteil von gesundheitsfördernden Getränken. An sich schmeckt die dunkelrote Beere herb-säuerlich und sollte nicht mit der angenehmen Süße einer Heidelbeere verwechselt werden. Die Aronia ist robust, frostresistent und verfügt über eine tolle Herbstfärbung, weswegen sie auch des öfteren gar nicht zur Ernte, sondern schlicht als Zierpflanze angebaut wird.

Nichtsdestotrotz lassen sich die Beeren aber auch zur Zubereitung von Lebensmitteln verwenden. Süßt man beispielsweise den Saft ein wenig nach, ist er auch ausgesprochen lecker.

Wie baut man Aronia am besten an?

Die Aronia pflanzt man am besten im Herbst, da die Pflanze gut überwintern kann. Grundsätzlich kann man die Pflanze aber ganzjährig aussähen. Die Aronia ist anpassungsfähig und robust, sie benötigt wenig intensive Pflege und so gut wie keine Düngung und ist daher hervorragend für Anfänger geeignet. Wer jedoch dauerhaft seine Erträge steigern möchte, kann sparsam dosiert etwas Kompost dazugeben. Die Aronia ist eine Strauchpflanze, die im hohen Maße Wurzelausläufer bildet. Daher kann es nicht schaden, eine Wurzelsperre einzurichten, wenn man nicht möchte, dass sich der Strauch in kürzester Zeit über den gesamten Garten hinweg ausbreitet.

Nach dem ersten Jahr nach der Pflanzung sollten Wurzeltriebe zudem zurück geschnitten werden. Damit die Pflanze nicht allzu strauchig wächst, lohnt es sich, auch die Haupttriebe einmal im Jahr zurück zu schneiden. Ab dem zweiten Standjahr trägt die Aronia großzügig Früchte. Geerntet werden können die Beeren, wenn sie innen tiefrot sind. In dieser Zeit wird der Geruch der Beeren vermutlich auch eine große Anzahl an Insekten und Vögeln anziehen. Spätestens wenn das der Fall ist, kann man sich sicher sein, dass die Beeren reif sind.

Wie kann man die Aronia als Lebensmittel verwenden?

Am besten eignet sich die Aronia für die Zubereitung von Marmelade. Dafür kann sogar der Aroniasaft gut verwendet werden. Durch die Süßung tritt der herbe Geschmack der Beere etwas in den Hintergrund und das angenehme Aroma kommt zum Vorschein. Bei einer guten Ernte erinnert die Aronia-Konfitüre an Johannisbeermarmelade. Benötigt wird dafür nicht viel, nur ein Einmachglas, Gelierzucker sowie ein paar frische Beeren oder frisch gepresster Saft. Damit ist die Aroniabeere hervorragend geeignet für erste Erfolge als Hobbygärtner.

Bildquelle Titelbild:

  • Igor Stevanovic/123RF.COM
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