Marder im Garten: Welche Möglichkeiten gibt es?

Ein Marder im heimischen Garten kann zur nervlichen Zerreißprobe werden. Die possierlichen Tierchen sind in manchen Fällen harmlos, in anderen wiederum können sie beträchtliche Schäden verursachen – nicht nur am oder im Auto. Dieser Artikel zeigt, wie man einen Marder im Garten sanft wieder loswird.

Woher kommt der Marder und wieso richtet er Schaden an?

Wenn es um den Marder als Schädling geht, handelt es sich in den allermeisten Fällen um den Steinmarder. Diese Sorte Marder hat sich in den vergangenen Jahrzehnten ganz hervorragend an das Leben in den Großstädten angepasst und kommt dort in vielen Fällen besser zurecht als im Wald. Steinmarder beanspruchen ein sehr großes Gebiet als ihr Revier und suchen in zahlreichen Winkeln Unterschlupf. Dazu kann beispielsweise ein dunkler Dachboden oder eben auch ein Motorraum in einem Auto zählen. Hat sich ein Marder einmal niedergelassen, lässt er sich in der Regel nur noch mit einem Marder-Abwehr-Spray vertreiben.

Warum? Der Marder betrachtet das von ihm als Unterschlupf auserkorene Gebiet als sein sehr eigenes Revier. Üblicherweise ist daran kaum etwas verkehrt – ein Marder, der regelmäßig im Motorraum übernachtet, macht zunächst höchstens Dreck aber keinen Schaden. Schwierig wird es erst, wenn das Auto über Nacht woanders geparkt wird und ein anderer Marder oder ein anderes Tier den Motorraum betritt und dort seine Duftmarke hinterlässt. Steht das Auto dann wieder im ursprünglichen Revier, registriert der Marder per Duftmarke den Eindringling und beginnt, wild um sich zu beißen. Dann müssen die Kabel dran glauben. Und ein Marder hat wirklich scharfe Zähne.

Was kann man gegen einen Marder im Garten tun?

Ein Marder-Abwehr-Spray ist eine gute Möglichkeit, den Marder dauerhaft loszuwerden. Diese Sprays sind mit einem Duft versehen, den die Marder nicht ausstehen können. Sie bleiben dann langfristig von der betroffenen Ecke fern und suchen sie auch nicht wieder auf. Darüber hinaus kann es helfen, einen Hund zu halten. Allerdings ist das nur sinnvoll, wenn der Hund auch des nachts draußen wacht (Marder sind nachtaktiv) und den Marder auch wirklich registriert und aktiv vertreibt. Darüber hinaus sollte es sich nicht um einen allzu kleinen Hund handeln, denn Marder können sehr aggressiv werden und kleineren Tieren erhebliche Verletzungen zufügen.

Nichtsdestotrotz sind es scheue Tiere, die fernbleiben, wenn sie die Anwesenheit eines deutlich größeren Tieres wahrnehmen.

Marder oder nicht Marder?

Ob ein Marderschaden vorliegt, kann eine KfZ-Werkstatt in der Regel schnell ermitteln. Auch als Laie erkennt man den Marder meist an seinen Fußspuren, die er gern auf der Windschutzscheibe hinterlässt: Die Spuren sehen aus wie von einer kleinen Katze, nur mit deutlich längeren Krallen. Findet man diese Spuren und gleichzeitig die typischen Schäden, besteht kein Zweifel: Es handelt sich um einen Marderschaden.

Bildquelle Titelbild:

  • Mark Caunt/123RF.COM
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