Immergrüne Heckenpflanzen: Worauf sollte man bei der Auswahl achten?

Bei der Wahl der richtigen Heckenpflanze gibt es einiges zu beachten. Ist im Winter mit Frost zu rechnen? Liegt der geplante Standort im Schatten? Wer einen ganzjährigen Sichtschutz möchte, greift dabei auf immergrüne Pflanzen zurück. Viele Sorten sind winterhart und unkompliziert, was ihren Standort angeht.

Was bedeutet „immergrün“?

Eine immergrüne Pflanze wirft im Herbst nicht ihr gesamtes Laub ab. Auch sie muss alte Blätter durch neue ersetzen, aber sie tut das kontinuierlich. Dadurch bleibt sie das ganze Jahr über grün und als Hecke blickdicht. Neben „immergrün“ gibt es noch „halbimmergrün“. Diese Pflanzen verlieren im Spätwinter all ihre Blätter und sind kurzzeitig kahl. Das neue Grün wächst jedoch anschließend direkt nach. Übrig bleiben nur wenige Wochen, in denen die Hecke nicht mehr blickdicht ist. In harten Wintern können auch immergrüne Pflanzen ihre Blätter verlieren. Sie tun das als Selbstschutz. Die Blätter entziehen ihnen Feuchtigkeit, die sie durch den gefrorenen Boden nicht nachliefern können.

Beliebte Pflanzen für immergrüne Hecken

Eine der beliebtesten Pflanzen für immergrüne Hecken ist der Kirschlorbeer. Kirschlorbeer bietet einen dichten Sichtschutz und ist frostresistent. Die Pflanze wächst außerdem schnell, sodass nach nur wenigen Jahren eine ausreichend hohe Hecke entsteht. Im Frühjahr bietet Kirschlorbeer mit seinen weißen Blüten Bienen und anderen Insekten Nektar. Im Herbst hilft die Hecke Vögeln über den Winter. Ihre im reifen Zustand fast schwarzen Beeren sind für den Menschen giftig, Vögel fressen sie jedoch sehr gern. Eine weitere, beliebte immergrüne Pflanze ist die Eibe. Sie gedeiht an nahezu jedem Standort, wächst dafür ausgesprochen langsam. Für größere Pflanzen muss man entsprechend mehr Geld ausgeben.

Ebenfalls langsam wächst die Scheinzypresse. Sie eignet sich auch für kleine Gärten, weil sie schmal bleibt. Schneller schützt man seinen Garten mit einer Hecke aus Glanzmispeln vor neugierigen Blicken. Sie trägt auffällig rote Blätter und erreicht schon nach etwa fünf bis zehn Jahren eine Höhe von zwei Metern. All diese Pflanzen sollten einmal im Jahr beschnitten werden. Blüht die Hecke im Frühjahr, erfolgt der Rückschnitt im Herbst. Alle anderen Pflanzen schneidet man im Februar oder März auf die gewünschte Größe zurück. Dieser eine Rückschnitt reicht aus. Treibt die Hecke zu stark aus, kann man jedoch Ende Juni ein zweites Mal zur Schere greifen. Ein Drittel der jungen Triebe sollte dabei stehen bleiben.

Immergrüne Hecken mit besonderen Ansprüchen

Nicht alle immergrünen Heckenpflanzen eignen sich für jeden Garten. Die Glanzmispel benötigt beispielsweise viel Sonne. Im Schatten gedeiht sie nicht so gut. Leichten Frost hält sie aus. Wird es zu kalt, verliert die Glanzmispel ihre roten Blätter. Auch bei anhaltender Trockenheit im Sommer leidet die Pflanze und wirft ihr Laub ab. Anders als die meisten immergrünen Heckenpflanzen benötigt Schirmbambus zwei Schnitte im Jahr. Der erste erfolgt im Frühjahr vor dem neuen Austrieb. Im Sommer wird die Pflanze erneut zurückgeschnitten.

Dafür erreicht Schirmbambus im ersten Jahr bereits eine Höhe von über zwei Metern. Eine Besonderheit beim Schnitt gibt es auch beim Lebensbaum zu beachten. Thuja, wie die Pflanze auch genannt wird, darf nicht radikal zurückgeschnitten werden. Schneidet man ins alte Holz, bleibt die Hecke kahl. Ähnlich verhält es sich bei der Scheinzypresse. Auch sie verträgt keinen radikalen Schnitt.


Bildquelle Titelbild:

  • Tob1900/shutterstock.com
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