Grünschnitt und Gartenabfälle richtig entsorgen: So wird es gemacht

Ein schöner Garten bereitet viel Freude, aber er verursacht auch eine Menge Arbeit und Abfall: Gemähtes Gras, Grünschnitt, Fallobst, Unkraut, Laub und vieles mehr. Hier entsorgungstechnisch den Überblick zu behalten, ist nicht ganz leicht.

Gerade im Frühjahr und Herbst, wenn größere Volumen anfallen, stößt man bei Kompost oder Biotonne rasch an die Kapazitätsgrenzen. Dann empfiehlt sich die Entsorgung mittels Grünschnittcontainer, der einfach und in unterschiedlichen Größen bestellt werden kann. Hier ein kurzer Überblick, wie du deinen Grünschnitt und deine Gartenabfälle richtig entsorgst.

So bitte nicht!

Einen Haufen an Blättern und Ästen einfach verbrennen, ist umwelttechnisch tabu und verboten, genauso, wie Gartenabfälle einfach in den Wald zu werfen. Die Annahme, dass Bioabfälle ohnehin verrotten und folglich die Umwelt nicht belasten, ist schlichtweg falsch. Größere Mengen davon führen zu einer Überdüngung des Bodens und setzen beim Verfaulungsprozess gesundheitsschädliches Nitrat frei, welches das Grundwasser belastet.

Einige Pflanzenreste können wieder austreiben, verdrängen dann die natürliche Flora und begünstigen einen unerwünschten Artenwandel. Auch Wildschweine können durch einen Komposthaufen im Wald angelockt werden. Eine weitere Gefahr sind Pestizidrückstände, die ebenfalls die Umwelt belasten.

Grünschnitt und Gartenabfälle richtig entsorgen

Fachgerecht entsorgt, ist Grünschnitt ein wichtiger Rohstoff, der wieder in den natürlichen Kreislauf integriert werden kann. Dazu bieten sich folgende drei Möglichkeiten an:

Container

Je nach Abfallart, stehen unterschiedliche Containerarten zur Verfügung. Um unnötige Mehrkosten zu vermeiden, ist genau zu beachten, was wo hineingehört. Abfälle aus der Garten- und Parkpflege, wie Laub, Äste, Wurzeln, Gras oder kleine Baumstämme werden richtigerweise in einem Grünschnittcontainer entsorgt. Küchenabfälle oder Erdaushub dürfen nicht hinein. Größere Baumstämme und Äste gehören in einen eigenen Baumschnittcontainer. Große Steine oder Erde haben in diesen Behältern nichts zu suchen, in diesem Fall ist ein Container für Bauschutt und Erde die richtige Wahl.

Beachte bitte, dass Erde bei der Entsorgung von der Grasnarbe zu befreien ist. Auch Hölzer von Möbeln oder Zäunen, egal ob behandelt oder unbehandelt, gehören in einen speziellen Altholzcontainer.

Bei der Entsorgung in Containern ist weiter zu beachten, dass diese nicht überladen und nur bis zur Oberkante gefüllt werden dürfen. Nur durch die richtige Sortierung ist eine optimale Nutzung der Ressourcen und eine Wiederverwertung, beispielsweise als Tiernahrung, Dünger, Komposterde oder zur Verbrennung in Biomassekraftwerken, möglich.

Selbst kompostieren

Der Vorteil dieser Methode ist, dass der Abfall wieder zu hochwertiger, nährstoffreicher Erde wird. Kompostiermethoden sind zahlreich, verlangen jedoch mehr, als Bioabfälle einfach auf einen Haufen zu werfen. Die beteiligten Organismen benötigen Sauerstoff, Luftmangel führt zu Fäulnis und zur Entstehung giftiger Substanzen, wie beispielsweise Ammoniak oder Methan. Lockere Gartenabfälle eignen sich wunderbar als erste Kompostschicht und sorgen für ausreichende Durchlüftung.

Die zweite Schicht bilden dann gehäckseltes Laub und getrocknetes Gras. Wichtig: Unkraut oder kranke Pflanzenteile eignen sich nicht für den Kompost, sondern gehören in die Biotonne, um eine unerwünschte Verbreitung zu vermeiden.

Biotonne

Diese eignet sich für sämtliche Gartenabfälle, sofern diese ausreichend zerkleinert wurden. Kleinere Laubmengen, Blütenreste oder der Grasschnitt eines kleinen Gartens sind hier gut aufgehoben. Da sich die Tonne allerdings rasch füllt, vor allem, wenn Hecken und Bäume zurechtgestutzt werden, stößt diese Variante schnell an ihre Kapazitätsgrenzen.

Bildquelle Titelbild:

  • Als een Rode Lap – Elco/shutterstock.com
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