Gartenterrasse modernisieren, renovieren oder neugestalten: Darum sollte ein Experte immer erster Ansprechpartner sein

Sie ist das Cabrio-Wohnzimmer des Hauses für die Sonnentage des Jahres, die Gartenterrasse. Hier lässt sich die Seele baumeln, Feste werden gefeiert oder einfach die Wärme genossen, von der es in Mitteleuropa einfach zu wenig gibt. Leider überwiegen die Tage mit Regen, Schnee und Kälte.

Dies sind zugleich die Tage, die an der Substanz der Gartenterrasse zehren. So werden vor allem die Fliesen oder der Holzboden über die Jahre in Mitleidenschaft gezogen. Früher oder später bedarf auch die einstmals so schöne Gartenterrasse der Erneuerung. Da stellt sich die Frage, selber machen oder machen lassen?

Die Neugestaltung der Gartenterrasse: Hohe Ansprüche an Heimwerker

Es gibt für fast alles in und an einem Haus sowohl einfache Materialien, die im Do-it-yourself-Verfahren Anwendung finden, als auch durchdachte und entsprechend dauerhafte Lösungen vom Fachmann. Das gilt auch für die Renovation der Gartenterrasse. Allerdings sind hier die Ansprüche schon von Anfang an sehr hoch, denn die wechselhafte Witterung stellt jede Arbeit und jedes verbaute Material in kurzer Zeit auf die Probe, deshalb sollte ein Experte immer erster Ansprechpartner sein.

Die Modernisierung der Gartenterrasse kann ihre Tücken haben

Es sieht oft recht einfach aus. Die alten Fliesen abschlagen, den Kleber oder den alten Mörtel auf der Betonplatte der Gartenterrasse entfernen und neue Fliesen verlegen. Ebenso bei einer Terrasse mit einem Holzboden. Altes Holz raus, neues Holz rein, fertig, oder? Nicht selten kommt die große Überraschung für Heimwerker, wenn sie die Wasserwaage anlegen und feststellen, dass die Gartenterrasse ein erhebliches Gefälle aufweist oder sie Risse an der Verbindungsstelle zum Haus bemerken. Gartenterrassen wurden gerade bei Häusern älteren Baujahrs oft auf ungenügend befestigtem Untergrund angelegt.

Regenwasser, das in den Untergrund eindringt, schwemmt langsam das Erdreich unter der Gartenterrasse aus, wodurch diese absinkt. Es kann Jahre dauern, bis dies offensichtlich wird. Mitunter ist das Gefälle so groß, dass eine Nivellierung der Fliesen oder der Holzdielen mit den herkömmlichen Methoden, die einem Heimwerker zur Verfügung stehen, nicht mehr ausreichen.

Das richtige Equipment: Der Bedarf ist erheblich

Die Neugestaltung der Gartenterrasse ist für Bauherr/innen oder Hauseigentümer/innen ein Projekt, das nicht alle Tage vorkommt. Die Zeitabstände von der letzten Renovierung oder gar der ersten Einrichtung der Gartenterrasse werden üblicherweise in Jahrzehnten gerechnet. Darum sind Hobby-Handwerker in Bezug auf das notwendige Equipment meist schlecht gerüstet. Wer hat beispielsweise schon folgende Werkzeuge und Geräte zu Hause:

  • Rüttelplatte
  • Gehrungssäge
  • Nivelliergerät
  • Richtlatte
  • Betonmischer

Die benötigten Gerätschaften variieren, je nachdem, wie die zu renovierende Gartenterrasse gestaltet wird. Dabei geht es nicht nur um den sichtbaren Boden, für den es eine Vielzahl an Varianten gibt. Es geht auch um den Untergrund und/oder die Einfassung. Auch für eine eventuelle Verbindung zum Fundament des Hauses ist nicht selten Spezial-Equipment erforderlich. Das bedeutet zusätzliche Investitionskosten, die auf den vorgesehenen Etat für die Modernisierung obendrauf kommt. Gut, manches lässt sich im Baumarkt ausleihen, nicht wenige dieser durchaus teuren Geräte fristen nach der Renovierung jedoch ein ungenutztes Dasein, um dann irgendwann als Schnäppchen auf Online-Marktplätzen zu landen.

Eine Frage der Optik: Das richtige Design der Gartenterrasse

Wer kennt das nicht. Da wird ein Haus im Vorübergehen bemerkt, an dem irgendetwas nicht stimmt. Etwa der hypermoderne Carport an einem Haus aus den 70er-Jahren oder eine eher hässliche Betonplatte als Terrasse vor einem eigentlich hübschen Klinker-Haus. Solche optischen Fauxpas lassen sich vermeiden. Die Kombination der Materialien für die Gartenterrasse und dem dazugehörigen Haus ist nicht ohne und sollte gut überlegt sein. Im besten Fall stellt sich jedes Gebäude als eine Gesamtkomposition dar, die eine gewisse Harmonie in sich trägt. Die Gartenterrasse besitzt hierbei einen besonders repräsentativen Charakter und dies gleich in zweierlei Hinsicht.

Zum einen durch den Blick von innen nach außen und ebenso umgekehrt. In der Regel ist die Gartenterrasse dem Wohnzimmer vorgelagert und bildet mit diesem an schönen Tagen eine Nutzungseinheit, weshalb die Abstimmung sowohl auf die Einrichtung des Wohnzimmers als auch auf die Fassade und den Garten erfolgen sollte. Letztlich kann die Gartenterrasse durchaus wichtig für die Wertbestimmung eines Hauses sein, weshalb es sich lohnt, die Neugestaltung in fachmännische Hände zu legen.


Bildquelle Titelbild:

  • Ingo Bartussek/shutterstock.com
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