Das Schneeglöckchen im Garten: Tipps zu Anbau, Pflege und Standort

Sie gelten als die Boten des Frühlings und haben ihre Hochsaison bereits, wenn der Winter gerade erst auf dem Rückzug ist. Viele Menschen fühlen dieses unweigerliche Gefühl von „Sommer“, wenn sie die ersten Schneeglöckchen im Garten bewundern können. Grund genug, einen genauen Blick auf die Anbauweise und die wichtigsten Tipps und Tricks zu werfen. Damit ist es möglich, mit einem Meer aus Schneeglöckchen den eigenen Garten zum Hingucker zu machen.

Woher stammen Schneeglöckchen und wie kamen sie zu uns?

Das Schneeglöckchen, botanisch auch als Galanthus bekannt, stammt ursprünglich aus Europa und Westasien. Natürlich kommt es auf Wiesen, in Wäldern und auf Hügeln vor. In einigen Ländern sind Schneeglöckchen so weit verbreitet, dass ganze Wiesen im Frühling in weißem Schimmer erscheinen und aussehen, als hätte es kräftig geschneit. Daher hat das beeindruckende Pflänzchen seinen Namen bekommen, der zutreffender nicht sein könnte.

Das Wachstum von Schneeglöckchen

Schneeglöckchen sind Zwiebelpflanzen, daher ist es wichtig, rechtzeitig beim Blumenzwiebelversand fürs nächste Jahr vorzusorgen.  Nach der Blütezeit ziehen sie sich zurück in ihre Zwiebel und genießen dort den Rest des Jahres ihre Ruhe. Die Blätter sterben ab, aber die Zwiebel bleibt intakt und speichert die notwendige Energie für die nächste Wachstumsperiode. Sobald die Temperaturen im Spätherbst und frühen Winter sinken, beginnt das Schneeglöckchen mit dem Wachstum und bereitet sich darauf vor, bei den ersten Anzeichen des Frühlings zu blühen.

Diesen Standort sollten Schneeglöckchen bekommen

Wie gut das Schneeglöckchen wächst, hängt maßgeblich vom Standort ab. Die kleinen Pflanzen mögen es hell, stehen aber ungern in der direkten prallen Sonne. Optimal ist ein Platz unter laubabwerfenden Bäumen oder Sträuchern. Hier bekommen sie im Frühjahr genug Sonne durch das Geäst, da die Schneeglöckchen vor den Bäumen blühen. Im Sommer schützt der Schatten der Bäume die unterirdische Zwiebel vor Überhitzung.

Was den Boden betrifft, mögen Schneeglöckchen es durchlässig. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden, da hierdurch faule Stellen an den Zwiebeln entstehen. Organische Substanzen geben den Schneeglöckchen Auftrieb, Kompost und verrotteter Mist sind also echte Gesundheitsbringer. Der pH-Wert ist optimalerweise sauer oder maximal neutral. Die richtige Zeit zum Pflanzen ist im Herbst, gern eher Richtung Oktober. So haben die Pflanzen genug Zeit vor dem Winter Wurzeln zu schlagen. Ein Pflanzabstand von bis zu 7 cm. pro Pflanze gilt als ideal, die Tiefe darf ruhig 10 cm betragen. Die Spitze der Zwiebel ragt nach oben, sodass die Stängel sich leicht aus der Erde drücken können.

Geringer Pflegeaufwand macht Schneeglöckchen zur perfekten Frühlingspflanze

Schneeglöckchen sind pflegeleicht und brauchen auch nach dem Auspflanzen nur wenig Aufmerksamkeit. Ihre Entwicklung findet unterirdisch statt, hier hat der Mensch keinen Einfluss. Wenn es sehr trocken ist, lohnt sich ab und an eine Bewässerung. Wenn die Blumen verblüht sind, bleibt das Laub stehen, vergilbt und fällt dann ab. Es ist eine gute Nährstoffquelle für die Zwiebeln, die sich damit schon aufs nächste Jahr vorbereiten. Um die Schneeglöckchen zu vermehren, lassen sich die Zwiebeln nach der Blütezeit einfach teilen. Zu diesem Zeitpunkt sollte die Pflanze noch „grün“ sein. Die Zwiebel wird ausgegraben, geteilt und dann direkt wieder in den Boden eingesetzt.


Bildquelle Titelbild:

  • freya-photographer/shutterstock.com
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