Dachrinne reinigen – So gelingt es problemlos und gründlich

dachrinne reinigen

Die Dachrinne sammelt Wasser vom Dach und führt es über Trichter und Fallrohre ab. Dadurch werden Nässeschäden am Haus verhindert. Gleichzeitig schützt dieses Bauteil am Haus Passanten und Verkehrsteilnehmer vor Verletzungen. Doch was tun, wenn das Wasser nicht mehr richtig abläuft? Durch das regelmäßige Reinigen der Dachrinne bleibt das Haus intakt und Regenwasser dort, wo es hinfließen soll.

Dachrinne richtig reinigen – Grundlegendes

In einer Dachrinne sammeln sich ständig Fremdkörper an. Äste und Laub, tote Vögel oder Feuerwerkskörper sind grobe Schmutzbestandteile. Doch auch Moos kann zum teilweisen Verstopfen und somit zu einer Beeinträchtigung der Funktion einer Dachrinne führen. Gesetzlich ist vorgeschrieben, dass Hausbesitzer die Dachrinne mehrmals jährlich reinigen müssen. Allerdings ist diese werterhaltende Maßnahme auch ohne gesetzliche Pflicht für jedes Gebäude unvermeidlich.

Wer mag, kann die Verschmutzung durch einen Dachrinnenschutz verringern. Dennoch muss auch hier regelmäßig der sichere und verstopfungsfreie Regenablauf kontrolliert werden. Wichtig: Je regelmäßiger die Dachrinne gereinigt wird, desto geringer sind langfristig Probleme. Denn beim Fegen, Ausduschen und anderen Reinigungsmethoden werden auch feine Schmutzpartikel mit entfernt. Das Anhaften von Moos, einem häufigen Problem alter Dachrinnen, wird so wirksam verhindert.

Welche Werkzeuge und Methoden stehen für die Dachrinnenreinigung zur Verfügung?

Je nach Größe und Position der Dachrinne sowie nach Verschmutzungsgrad kommen verschiedene Reinigungsmethoden in Frage. Oft genügt es schon, bei trockenem Wetter mit dem Handfeger durchzukehren. Hartnäckige oder grobe Verunreinigungen lassen sich mit gängigem Reinigungswerkzeug entfernen. Dies sind die am häufigsten angewendeten Methoden, um die Dachrinne richtig zu reinigen:

  • Klassisch mit Eimer und Putztuch oder -schwamm: Diese Methode ist oft unsicher, weil der Anwender Stück für Stück immer wieder auf die Leiter steigt. Dennoch reicht die Maßnahme schon aus, um feuchten Schmutz und grobe Ablagerungen aus der Dachrinne zu entfernen.
  • Gitter aus Kunststoff als Schmutzfänger: Sie werden an der Übergangsstelle zwischen Dachrinne und unterster Reihe der Dachpfannen geklemmt. Vor allem grober Schmutz wird hier wirksam aufgefangen. Beim Reinigen wird das Gitter einfach mitsamt dem Schmutz entfernt und anschließend erneut festgeklemmt.
  • Selfmade-Laubgitter: Dazu wird eine halbierte Plastikflasche am Boden mit mehreren Löchern durchbohrt. Dieses selbst gebastelte Laubgitter wird nun direkt über dem Fallrohr (mit den Löchern in Richtung Rinne) ausgelegt und durch einen Stein oder eine andere Beschwerung fixiert. Nun wird die Dachrinne kräftig durchgespült. Der Schmutz landet in der Flasche und nicht im Fallrohr. Nun kann die mit Schmutz gefüllte Flasche einfach im Hausmüll entsorgt werden.
  • Gummilippe und Teleskopstange: Die Gummilippe wird einfach auf der Teleskopstange befestigt und so die Rinne in einem Wisch gereinigt. Das gefährliche Hochsteigen auf der Leiter entfällt bei diesem simplen und effektiven Werkzeug.
  • Gartenschlauch mit Halterung: Bei dieser Methode wird die Dachrinne von unten durchgespült. Wer etwas mehr in die Reinigungswerkzeuge investiert, kann statt dem Gartenschlauch auch einen Hochdruckreiniger einsetzen. Dieser ist auch gegen festsitzenden Schmutz (zum Beispiel Moos) wirksam.
  • Reinigungsroboter: Dieses hochpreisige Werkzeug übernimmt die Reinigung der Dachrinne eigenständig. Der Roboter wird einfach an einer Seite in die Dachrinne gesetzt und fährt automatisch bis zum anderen Ende. Trotz der Anschaffungskosten ist dies eine Erleichterung vor allem bei sehr weitläufigen Rinnensystemen.

Wann sollte ein Profi die Dachrinnenreinigung übernehmen?

Wenn sich Defekte an Dach und Dachrinne vermuten lassen, sollte die richtige Reinigung der Dachrinne am besten ein örtlicher Fachbetrieb übernehmen. Zur Wartung des Dachs oder zu bestellten Reparaturen kommen ohnehin versierte Dachdecker vorbei. Die professionelle Dachrinnenreinigung empfiehlt sich auch dann, wenn ein bereits älteres oder lange leerstehendes Haus gekauft wurde. Denn alten, festsitzenden Schmutz können in solchen Fällen oft nur hochwirksame Werkzeuge entfernen.

Zudem ist die Arbeit für den Profi weitaus sicherer, weil er genau mit nötigen Sicherungsmaßnahmen vertraut ist. Bereits beim Einzug in ein Gebäude können oft günstige und langjährige Wartungsverträge abgeschlossen werden. Die Kosten dafür sind bei seriösen Fachbetrieben vergleichsweise gering. Wird die Dachrinne regelmäßig derart gründlich gereinigt, bleiben Dach und Fassaden langfristig vor größeren Schäden geschützt. Dies kann über die Jahre sogar spätere Sanierungskosten verringern.

Sicherheitstipp für die Reinigung der Dachrinne von oben

Der Schmutz aus der Dachrinne wird von vielen Hausbesitzern ohne Werkzeuge und Hilfsmittel aus dem Handel entfernt. Dazu muss allerdings Stück für Stück auf die Leiter gestiegen werden. Haushaltsunfälle durch eine kippende oder rutschende Leiter sind besonders bei dieser Methode häufig. Vermeiden lässt sich dies, indem bei jedem Verrücken der Leiter der ebene Stand geprüft wird. Oben angekommen, sollte sich der Reinigende nicht zu stark nach rechts und links lehnen. Besser ist es, sich die nötige Zeit für ein stückweises Versetzen der Leiter zu nehmen. Auch dürfen nur Personen ohne Höhen- oder Schwindelprobleme die Prozedur auf diese klassische Weise durchführen.

Fazit

Es gibt viele Methoden, die Dachrinne richtig zu reinigen. Manche einfachen Werkzeuge verhindern einen Teil der Verschmutzung, andere entfernen diese gründlich über das Fallrohr oder einen Auffangbehälter. Generell empfiehlt sich die Reinigung der Dachrinne mehrmals pro Jahr, vor allem in der Laubsaison. Denn eine saubere Dachrinne verhindert Wasserschäden an Dach und Fassade und trägt somit langfristig zum Werterhalt des Hauses bei.