Buntnessel – Richtig pflegen, düngen und vermehren

buntnessel

Die meisten Stauden im Garten werden dort wegen der Blütenpracht gepflanzt. Ganz anders ist das bei den Buntnesseln, denn diese schönen Stauden setzen vom Frühling bis zum Spätherbst wunderschöne farbige Akzente im Garten, obwohl die eigentlichen Blüten dieser Pflanzen eher unscheinbar sind.

Buntnessel: Informationen zur Pflege & Co.

Buntnesseln haben den wissenschaftlichen Namen Solenostemon scutellaroides und kommen ursprünglich aus Südost-Asien. Dort wachsen sie noch heute auch wild und leben besonders gern an Flussufern, auf Feldern oder in Wäldern. Es wurde herausgefunden, dass Buntnesseln schon seit mindestens 1851 kultiviert werden. Die schönen bunten Pflanzen werden dabei sowohl als Zimmerpflanzen als auch als Beetstauden genutzt. Es gibt heute über 200 Arten und dabei noch mehr Sorten verschiedener Buntnesseln.

Deshalb ist es heute möglich, jede nur denkbare Farbkombination der Blätter zu finden. Die bunt gemusterten Blätter können vom Grundton her von zartgrün oder zartgelb über rot, kupferfarben bis hin zu violett aussehen und mit den unterschiedlichsten anderen Farben kombiniert vorkommen.

Buntnesseln sind frostempfindlich

Diese farbenfrohen Schönheiten sind nicht winterhart und müssen deshalb vor Frost geschützt werden. Buntnesseln sind also nicht winterhart. Ins Freiland können sie nach den letzten Frostnächten umgesetzt werden und müssen, wenn Sie diese Pflanzen gern überwintern möchten, auch vor den ersten Frostnächten im Herbst wieder an einen geschützten Ort gebracht werden.

Der beste Standort

Im Freiland fühlen sich Buntnesseln an einem hellen Platz zwar wohl, aber besser als pralle Sonne ist Halbschatten, denn zu viel Sonne wiederum mögen sie nicht so gern. Das gilt auch dann, wenn Sie ihre Buntnesseln lieber als Zimmerpflanzen nutzen möchten und sie auf dem Fensterbrett oder aber im Wintergarten platzieren. Die Blätter verbrennen sonst leicht. Zu dunkel wiederum darf es auch nicht sein, denn sonst verlieren die schönen bunten Blätter gern ihre leuchtende Farbe.

Düngen und Gießen

Buntnesseln sind in Bezug auf Dünger relativ pflegeleicht. Es genügt, sie ungefähr alle 14 Tage mit einem ganz normalen Flüssigdünger zu düngen. Beim Gießen ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Pflanzen zwar genug, aber nicht zu viel Wasser bekommen. Bei viel Hitze im Sommer brauchen Buntnesseln zwar recht viel Wasser und sollten dann am besten auch täglich gegossen werden, aber achten Sie bitte darauf, dass es nicht zu Staunässe kommt, denn das vertragen Buntnesseln überhaupt nicht.

Die Vermehrung ist ganz einfach

Wenn Sie selbst Ihre Buntnesseln gern vermehren möchten, ist das gar nicht schwer. Am einfachsten vermehrt man Buntnesseln über Stecklinge. Sie müssen dazu einfach nur ein paar Triebspitzen abschneiden und diese in ein Wasserglas stellen. Schon nach wenigen Tagen werden Sie sehen, dass diese Triebe Wurzeln bekommen. Nach ungefähr zwei Wochen können Sie diese Triebe dann in Blumenerde setzen und auf die Fensterbank, in ein Gewächshaus oder den Wintergarten stellen.

Bis zum nächsten Frühling sind die neuen Buntnesseln dann soweit, dass Sie sie auch nach draußen auf den Balkon, auf die Terrasse oder in den Garten umsetzen können. Sollten Sie sich bei der Vermehrung für eine Aussaat entscheiden, ist auch das möglich. Dabei müssen Sie aber beachten, dass Buntnesseln zu den Lichtkeimern gehören, also nicht mit Erde bedeckt werden dürfen. In Bezug auf die Erde sind sie recht anspruchslos. Es genügt, die Samen auf ganz normaler Einheitserde auszubringen. Die Samen brauchen sehr lange zum Keimen.

Wenn sich die ersten Pflänzchen entwickelt haben, können sie pikiert und in Einzeltöpfe umgesetzt werden. Damit später die Pflanzen schön buschig aussehen, ist es wichtig, die Triebspitzen immer wieder auszubrechen.

Buntnesseln sind nicht sehr anfällig in Bezug auf Schädlinge

Es kann gelegentlich vorkommen, dass Buntnesseln von Spinnmilben befallen oder aber von Schnecken angefressen werden, ist aber eher selten der Fall.

Die eigentlichen Blüten der Buntnessel

Bei den Buntnesseln kommt es wie gesagt nicht auf die Blüten, sondern vielmehr auf das schöne bunte Laub an, weshalb sie sich immer größerer Beliebtheit erfreuen. Die eigentlichen Blüten sind weiß, eher klein und unscheinbar und erscheinen im Hochsommer. Es kommt auf Sie und Ihren persönlichen Geschmack an, wie Sie mit diesen Blüten umgehen möchten. Viele Gärtner brechen bereits die Blütenknospen heraus, sobald sie sich zeigen, weil die Blüten die Pflanzen auch schwächen können und dazu führen, dass das Blattwerk nicht ganz so buschig wächst wie ohne Blüten.

Buntnesseln auf dem Balkon, der Terrasse, im Garten oder auch in Innenräumen arrangieren

Je nach Art und Sorte können Buntnesseln zwischen 30 und 60 cm hoch werden. Am besten kommen sie zur Geltung, wenn sie farblich kombiniert werden. Wenn Sie kontrastreiche Akzente lieben, dann können Sie die mit Buntnesseln wunderbar überall setzen. In großen Töpfen können so verschiedenfarbige Buntnesseln zusammen in einem Topf untergebracht werden. Das geht auch sehr schön in Balkonkästen, wo dann die verschiedenen Farben nebeneinander wunderschön zur Geltung kommen.

Auch im Garten bilden Buntnesseln den ganzen Sommer über farbige und herrlich auffällige Ecken und erfreuen dort von Mitte Mai bis in den Herbst hinein das Auge. Bei Staudenbeeten ist es wichtig, hier auf die Höhe der die Buntnesseln umgebenden Pflanzen zu achten, damit die bunten Blätter auch wirklich gut zur Geltung kommen. Buntnesseln unterstreichen auch im Garten stehende Bäume und Koniferen oder andere Stauden sehr gut.

Auch in großen Töpfen auf dem Rasen, vor der Haustür oder an der Gartenpforte im Eingangsbereich bilden Buntnesseln wunderschöne Farbtupfer, die umso ansprechender wirken, umso besser Sie diese Pflanzen farblich miteinander kombinieren. Leuchtendes Grün, helles Gelb, dunkles Violett mit hellen Rändern oder aber strahlendes Rot heben sich herrlich voneinander ab und lenken so garantiert die Blicke Ihrer Besucher auf so schön arrangierte Blumentöpfe.

Bildquelle:

  • © fotolia.com – Sonja Birkelbach
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