Buchsbaumersatz: Robuste, immergrüne Alternativen zum Buchsbaum

Galt Buchsbaum lange Zeit als pflegeleichte und robuste Pflanze für Hecken und die Gartengestaltung, ist die immergrüne Pflanze in den letzten Jahren zunehmend zum Problemfall in Gärten geworden. Krankheiten wie der Buchsbaumpilz oder ein Befall durch den Buchsbaumzünsler haben den Pflanzen vielerorts das Überleben erschwert.

Viele Hobbygärtner stehen nach dem Befall vor der Frage, ob es sich lohnt viel Zeit und Arbeit in den Erhalt des Buchsbaums zu investieren, oder ob er besser durch eine andere Pflanze ersetzt werden sollte. Wir haben Alternativen zum Buchsbaum zusammengetragen und geben Tipps für eine pflegeleichte Hecke.

Beliebte Alternativen zum Buchsbaum

Wer sich auf die Suche nach einem Buchsbaumersatz macht, der wird vielfach fündig. Auch andere Pflanzen weisen die Vorteile des Buchsbaums auf, können jedoch durch eine geringere Anfälligkeit für Krankheiten überzeugen. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Japanische Stechpalme, auch Ilex Crenata genannt. Sie wächst deutlich schneller aus der Buchsbaum und muss daher etwa drei Mal im Jahr beschnitten werden. Zusätzlich benötigt die Japanische Stechpalme mehr Wasser. Optisch erinnern mehrere Sorten der Ilex Crenata stark an Buchsbaum. Andere Sorten haben eine etwas geringere Wuchshöhe und begeistern durch ihr auffälliges Blattwerk.

Falls eine Hecke mit niedriger Wuchshöhe von bis zu 80 Zentimetern gepflanzt werden soll, eignet sich auch die Heckenkirsche ideal als Alternative. Sie bietet zudem den Vorteil, dass sie kleine Beeren bildet, welche bei Vögeln sehr beliebt sind. Damit sorgen Gartenbesitzer für eine Futterquelle im eigenen Garten und tragen zum Erhalt der heimischen Vogelwelt bei. Für die Pflege der Heckenkirsche sollten Gartenbesitzer etwas mehr Zeit und Aufwand als beim Buchsbaum einplanen. Es ist eine häufigere Bewässerung erforderlich und die Heckenkirsche sollte drei Mal im Jahr zurückgeschnitten werden.

Um den Aufwand der Bewässerung zu reduzieren, bietet sich das Untermischen von Kompost in die Erde an. Die organischen Bestandteile des Komposts speichern Wasser deutlich besser und verlangsamen so das Austrocknen des Bodens.

Weitere Tipps

Wer bei der Gestaltung des eigenen Gartens nicht dem Vorbild englischer Landschaftsgärten folgt, der kann auch verschiedene Pflanzen setzen und dadurch eine bunt gemischte Hecke wachsen lassen. Das hat den Vorteil, dass der eigene Garten optisch bunt und abwechslungsreich mit einer Hecke eingefasst ist. Außerdem lassen sich dadurch wunderbar die verschiedenen Vorteile von unterschiedlichen Pflanzen kombinieren. Sollte es dann trotzdem zum Befall einer Pflanzenart durch Schädlinge, einen Pilz oder andere Krankheiten kommen, ist nicht gleich die gesamte Hecke betroffen. Neben der Japanischen Stechpalme und der Heckenkirsche bietet sich auch das Pfaffenhütchen als Heckenpflanze an.

Pfaffenhütchen haben sehr farbenfrohe Blätter und sind besonders anspruchslos, was den Standort betrifft. Ebenfalls geeignet ist die Eibe. Auch sie ist nicht anfällig für Krankheiten und stellt kaum Ansprüche an Boden, Lichtverhältnisse und Pflege. Allerdings weist die Eibe optisch keinerlei Ähnlichkeit mit dem Buchsbaum auf und erzielt eine geringere Wuchshöhe.

Bildquelle:

  • Marinodenisenko/shutterstock.com
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