Bautrockner: Die Einsatzgebiete und Vorteile im Überblick

Feuchte Wände können schnell zum Problem werden, die Bausubstanz wird in Mitleidenschaft gezogen und es kann zu gesundheitsschädlicher Schimmelbildung kommen. Bautrockner sind ein effektives Mittel, um Feuchtigkeit in den Griff zu bekommen und etwaigen Folgeschäden vorzubeugen.

Wie funktioniert ein Bautrockner?

Bautrockner kommen zum Einsatz, wenn durch undichte Stellen oder einen Wasserschaden Feuchtigkeit in ein Gebäude gelangt ist und regelmäßiges Lüften zur Entfeuchtung der Wände nicht ausreicht. Um die betroffenen Räume effektiv zu trocknen, sollte man einen Bautrockner mieten, denn eine nachträgliche Trocknung des Mauerwerks ist erheblich aufwendiger und teurer. Die Trocken- oder Entfeuchtungsleistung eines Bautrockners ergibt sich aus der Menge an Feuchtigkeit, die das Gerät täglich aus der Raumluft aufnehmen kann. Umso feuchter die Wände, desto höher die benötigte Trockenleistung. Bautrockner bieten folgende Vorteile:

  • Bautrockner verfügen über eine höhere Entfeuchtungsleistung als Lufttrockner. Sie sind speziell für das Trockenlegen von Bausubstanz konzipiert, dadurch können Rohbauten nach einem Leck in den Außenmauern oder einem Wasserschaden getrocknet werden.
  • Bautrockner wirken auch in der Tiefe, während Bauheizungen Wände vor allem an der Oberfläche trocknen. Die getrocknete Betonschicht bildet dann eine Barriere, durch die die Feuchtigkeit im Inneren nicht austreten kann, was den Trocknungsprozess deutlich verlangsamt und Bauheizungen zur Beseitigung von Feuchtigkeitsschäden ungeeignet macht.

Kondensationstrockner

Über einen Ventilator wird die feuchte Luft angesaugt und heruntergekühlt. Die Feuchtigkeit kondensiert am Wärmeüberträger und das Wasser wird in einem Behälter gesammelt, der regelmäßig entleert werden muss. Die getrocknete Luft strömt zurück in den Raum. Eine Senkung der Luftfeuchtigkeit mittels Kondensationstrockner ist bis 35 % möglich.

Absorptionstrockner

Die feuchte Luft wird angesaugt und über einen langsam rotierenden Ventilator geleitet, welcher über Lamellen mit einem speziellen Trockenmittel verfügt. Das Flies des Ventilators speichert die Flüssigkeit, diese wird in einem weiteren Luftkanal erhitzt, in Wasserdampf umgewandelt und über einen Schlauch abgeführt. Die getrocknete Luft wird wieder zurück in den Raum geleitet. Mit Absorptionstrocknern sind Trockenlegungen bis zu 5 % relative Luftfeuchtigkeit möglich. Es kann jedoch zu einer Übertrocknung kommen, weshalb die Geräte nur durch Profis bedient werden dürfen.

Infrarottrockner

Diese Geräte werden in 10 bis 20 Zentimeter Abstand zur Wand aufgestellt. Infrarotstrahlen erhöhen die Oberflächentemperatur der angestrahlten Fläche. Die in der Tiefe sitzende Feuchtigkeit wird aufgrund des Kapillareffekts herausgezogen, aber nicht aufgefangen und muss durch ein geöffnetes Fenster entweichen oder durch einen Kondensationstrockner getrocknet werden. Infrarottrockner kommen bei besonders dicken und harten Wänden zum Einsatz.

Mikrowellentrockner

Elektromagnetische Wellen dringen in das Mauerwerk ein und lassen die Feuchtigkeit verdampfen. Ein eingebauter Sensor misst die Temperatur, damit die Bausubstanz nicht beschädigt wird. Diese Art von Trocknern wird vor allem zur Beseitigung von Wasserschäden und bei sehr dicken Wänden eingesetzt. Mikrowellen töten auch Schimmelsporen ab. Für die Bedienung des Gerätes ist ein Fachmann nötig.


Bildquelle Titelbild:

  • marog – pixcells/shutterstock.com
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