Baumbewässerungssäcke: Vorteile, Funktionsweise und Anwendungsbeispiele

Der Klimawandel ist in vollem Gang, die Sommer werden immer heißer und damit leiden viele Bäume stärker unter der Hitze und Trockenheit. Der natürliche Regenniederschlag reicht zumeist nicht mehr aus, um die Bäume ausreichend mit Wasser und Nährstoffen zu versorgen.

Sowohl für Neupflanzungen als auch für Bestandsbäume ist ein Baumbewässerungssack damit die ideale Lösung, um eine dauerhafte Wasserzufuhr zu gewährleisten. Darüber hinaus kann man damit auch für eine konstante Düngung sorgen. Im Folgenden werden die Funktionsweise und Anwendung von Bewässerungssäcken vorgestellt und erläutert, wie man damit der Trockenheit nachhaltig entgegnen kann und worauf zu achten ist.

Warum sich ein Bewässerungssack lohnt

Wer im Garten viele Bäume wässern muss, der kann schon einmal von dem Aufwand erschlagen sein. Denn jeden einzelnen Baum ständig zu gießen, kostet nicht nur Zeit, sondern auch viel Energie und Nerven. Zudem wird nur ein Bruchteil der herkömmlich gegossenen Menge an Wasser direkt vom Baum aufgenommen. Der Großteil des Wassers dringt nur oberflächlich in die Erde ein und verdunstet wieder. Mit einem Bewässerungssack kann man dagegen nicht nur wertvolle Zeit einsparen, sondern schafft mit dieser vorbeugenden Maßnahme auch eine gute Grundlage für eine dauerhafte Bewässerung der Gartenbäume.

Solche Säcke können z.B. ein Volumen bis ca. 75 Liter tragen und geben dann tröpfchenweise das Wasser konstant an den Baum ab. Die Säcke haben kleine Löcher und geben dadurch das Wasser langsam über einen Zeitraum von mehreren Stunden ab. Dadurch kann das Wasser in der umliegenden Erde und von den Wurzeln besser als beim herkömmlichen Gießen gespeichert werden. Zugleich kann man das Wasser in den Säcken mit Dünger und damit wertvollen Nährstoffen anreichern und somit zusätzlich den Bedarf an Stickstoff, Nitrat und weiteren essenziellen Nährstoffen unterstützen.

Was ist bei der Anbringung und Anwendung zu beachten?

Beim Anbringen von Bewässerungssäcken sind keinerlei Erdarbeiten nötig und die Installation geht sehr leicht von der Hand, da sich das Volumen der Säcke auf den jeweiligen Baumumfang anpassen lässt. Da man durch die Anwendung vor allem Zeit sparen möchte, sollte man darauf achten, die Säcke von Zeit zu Zeit ordentlich mit Wasser neu zu befüllen, sodass ein ausreichender Wasserstand vorhanden ist. Hierbei sollte man den Gartenschlauch möglichst tief in den Sack einführen, damit gewährleistet ist, dass dieser mit einer ordentlichen Wassermenge gefüllt wird.

Wichtig ist zudem, dass man ausschließlich sauberes Wasser verwendet, da schmutzige Partikel zur Verstopfung der kleinen Löcher führen würden. Wenn die Löcher verstopft sind, ist eine konstante Bewässerung jedoch nicht mehr gewährleistet.

Fazit: Nicht nur für die private Anwendung geeignet

Mit einem Bewässerungssack spart man also nicht nur Zeit und Geld, sondern schont auch auf langfristige und nachhaltige Sicht die Bäume. Die Anwendung von Bewässerungssäcken bietet sich damit nicht nur für den privaten Gebrauch an, sondern auch für Kommunen und Städte, die die Wasserversorgung der Straßenbäume nachhaltig und effizienter gestalten möchten.


Bildquelle Titelbild:

  • pp1/shutterstock.com
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