Balkon nachträglich anbauen: Worauf muss man achten?

Ein Balkon schafft zusätzlich nutzbare Fläche an Wohnobjekten und wird von den Bewohnern gerne als Ort zum Entspannen aufgesucht. Wie man auch bei älteren Häusern nachträglich Balkone anbauen kann und was es hier zu beachten gibt, dazu mehr in unserem Artikel über den Balkonanbau.

Wann ist ein nachträglicher Balkonanbau überhaupt möglich?

Aufgrund der unterschiedlichen Varianten zum Anbau von Balkonen ist dieser bei fast allen Objekten möglich. Vorausgesetzt ist jedoch in jedem Fall, dass eine entsprechende Baugenehmigung vorliegt, denn ohne sie ist ein nachträglicher Anbau eines Balkons nicht zulässig. Unter Umständen kann es zudem erforderlich sein, dass ein Statiker zunächst die Gegebenheiten vor Ort prüft und über eine geeignete Anbauformen entscheidet.

Was benötigt man für den Balkonanbau?

Zunächst benötigt man für einen neuen Balkon am Haus wahlweise das Baumaterial oder ein fertiges Set zur Montage. Was genau für den Balkonbau erforderlich ist, hängt von der gewählten Bauweise des Balkons ab. Die drei unterschiedlichen Möglichkeiten stellen wir gleich separat vor. Außerdem muss ein Balkon aus Sicherheitsgründen immer über ein ausreichend hohes und stabiles Balkongeländer verfügen, weshalb man für den Anbau auch geeignete Balkongeländer kaufen muss. Optional kann der neue Balkon noch mit einem Dach zum Schutz vor Sonnensicht und der Witterung ausgestattet werden. Auch hierzu wird geeignetes Baumaterial benötigt.

Drei unterschiedliche Möglichkeiten zum nachträglichen Balkonanbau

Die unkomplizierteste und meistens auch günstigste Möglichkeit für den Anbau eines Balkons ist der selbsttragende Vorstellbalkon. Hierbei wird ein Balkon auf vier Pfosten direkt vor der Hausfassade aufgestellt. Damit der Balkon nicht umkippen kann, wird er zusätzlich an der Hauswand befestigt. Für einen selbsttragenden Vorstellbalkon benötigt man keinen Statiker und kann innerhalb kurzer Zeit die Montage durchführen. Das wirkt sich auch auf die Kosten aus, denn solche Balkone sind in der Regel sehr günstig.

Eine zweite Variante ist der teilselbsttragende Vorstellbalkon, welcher auch als Anbaubalkon bezeichnet wird. Er wird über zwei auf dem Boden aufgestellte Stützen getragen und zusätzlich mit der Hauswand verankert. Bei dieser Bauform für einen Anbaubalkon muss in der Regel ein Statiker zu Rate gezogen werden. Bei der dritten Variante wird der Balkon vollständig über die Hauswand getragen. Der Kragarmbalkon kann jedoch nur gebaut werden, wenn zunächst ein Statiker den Bau geprüft hat. Außerdem ist hierbei mit größerem Bauaufwand und entsprechend höheren Kosten zu rechnen.

Weitere Tipps für den Anbau von Balkonen

Für den Nutzungskomfort des Balkons sollte berücksichtigt werden, dass ein Stromanschluss nach draußen verlegt wird. Er dient der Balkonbeleuchtung und kann zur Montage einer Steckdose genutzt werden. Befindet sich der neue Balkon im ersten Obergeschoss eines Hauses, kann er möglicherweise von Einbrechern als Einstiegshilfe genutzt werden. Zur Sicherheit der Hausbewohner ist es daher sinnvoll, im Bereich des Balkons spezielle Sicherheitsfenster einzubauen. Sie bieten einen besonders hohen Einbruchschutz.


Bildquelle Titelbild:

  • RossHelen/shutterstock.com
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