Aufspannplatten und T-Nuten: Unverzichtbare Bestandteile in der Metallverarbeitung

Die Produktion und Wertschöpfung im Bereich der industriellen Metallverarbeitung ist sehr komplex und benötigt ein Vielfaches an Expertise im Umgang mit allerhand Geräten und Werkstoffen. Dieser Artikel erläutert die Funktionsweise und die Vorteile bei der Anwendung von Aufspannplatten mit T-Nuten.

Die Aufspannplatte als Montagetisch

Aufspannplatten können aus unterschiedlichen Werkstoffen bestehen. Meistens werden jedoch Aluminium, Gusseisen, Stahl oder auch Kunststoffe verwendet. Im Gegensatz zu einer Drehbank wird eine Aufspannplatte jedoch fast immer aus Metall gefertigt und je nach Abmessungen können die T-Nuten unterschiedlich angepasst werden. Die Platten sind in vielen Bereichen kaum wegzudenken und in unterschiedlichen Bauformen sowie Größen vorzufinden und vor allem im Bereich von Prüfverfahren an Maschinen kaum wegzudenken.

Man kann sie darüber hinaus aber auch als Montagetisch zum Aufspannen von Platten, Metallen und Werkstoffen verwenden, auf denen die Komponenten von Maschinen flexibel und stabil befestigt werden können. Durch die enorme Stabilität der Platten könne sehr hohe Tragelasten bis zu ca. 10.000 Kg pro Meter aufgespannt werden. Je nach Anwendungsgebiet wird zum Aufspannen von unterschiedlichen Komponenten jedoch eine unterschiedlich hohe Anzahl an Nuten benötigt. Zudem können die Platten massiv oder hohl und mit einer Rippenstruktur angefertigt sein.

T-Nuten und unterschiedliche Arten von Aufspannplatten

Und genau danach werden die unterschiedlichen Arten von Aufspannplatten auch eingeteilt. Die Nuten können hierbei sehr eng zusammen liegen oder aber auch weiter voneinander entfernt sein. Bei der Herstellung werden die sogenannten T- Nuten als umgedrehtes T nach dem Gießen der Platte mithilfe von besonderen Fräsmaschinen in den Metallblock eingearbeitet. Nach der Anzahl der eingefrästen Nuten lässt sich dann der T Sprung bestimmen, dem die genormte DIN-Abmessung 650-H12 zugrunde liegt.

Am häufigsten findet man hier T24, T26, T28, T30, T32 und T 36 vor. Viele T Nutenplatten kommen so in der Automobilindustrie, der Biotechnik, bei der Feinwerktechnik und vor allem in der Luft- und Raumfahrttechnik zum Einsatz. Praktisch ist auch, dass sich die meisten Aufspannplatten zur Vergrößerung des Arbeitsbereichs unkompliziert verbinden lassen.

Faktoren, die die Auswahl einer Platte erleichtern

Bei der Auswahl einer adäquaten Platte sollte man fachkundigen Rat einholen und sich mittels einer FEM-Analyse unterstützen lassen. Die sogenannte Finite-Elemente-Methode dient hierbei als numerisches Verfahren, das im Rahmen von Simulationen zur besseren Strukturanalyse und Optimierung eingesetzt wird. Damit spart man sich Kosten für aufwendige Tests oder teure Prototypen. Je nach Anwendungsgebiet sollte man bei der Wahl der geeigneten Platte dann zugleich folgende Kriterien und Fragen berücksichtigen:

  • Aus welchem Material ist die Platte gefertigt?
  • Wie viele Nuten sind vorhanden und wie sind diese angeordnet?
  • Wie große sind die Abstände zwischen den einzelnen Nuten?
  • Braucht die Platte für den vorgesehenen Einsatz zusätzliche Bohrungen oder Gewinde?
  • Gewicht und Tragelast
  • Abmessungen wie Länge, Dichte und Breite der Platte

Bildquelle Titelbild:

  • mofaez/shutterstock.com
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