Planung Pflege und Bau eines Gartenteichs

Bauanleitung für mein Folienteich mit Fischen Schildkröten, Filterteich und Wasserfall. Rückbau meines Folienteiches und deren Probleme

 

Großzügige Teichanlage Sie haben genug Platz zum Schwimmen Immer ein wunderschöner Anblick
Eine großzügige Anlage Platz zum Schwimmen  Ein schöner Anblick

 

Der richtige Gartenteich


Ob nun ein kleiner, großer, sonnig oder schattig, grundsächlich kann man in jeden Garten einen Teich planen und bauen.
Sonnige Gärten sind optimal für den geplanten Gartenteich, beschatten kann man über Büsche oder Bäume (einheimische Gehölze, wie Feldahorn, Hainbuche oder Rotbuche ) mit einplanen. Probleme mit sonnigen Teichen, kann es nur geben, wenn die vorgesehene Wassermenge unter 1000 Liter ist. Das Wasser in dem Teich würde sich zu schnell erwärmen (über 25 Grad ) und dadurch entsteht Sauerstoffmangel. Kleingewässer und Zierteiche sollten aus diesen Gründen nur sechs Stunden lang im Sonnenlicht liegen Sollte die Grundfläche zu klein sein um über diese Wassermenge (1000 Liter ) zu kommen kann  man den Gartenteich tiefer planen.
.In schattigen Gärten mit viel Bäumen ist es auch möglich einen Gartenteich anzulegen Die Natur selber sollte man zum Vorbild nehmen. Im nicht sonnigen Teich ist es dunkler feuchter und kühler. Dieses hat natürlich Auswirkungen auf das geplante Leben in und um den Teich.   Es gibt aber eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen, für die das ein idealer Platz ist. Nur auf Seerosen sollte man verzichten weil diese Pflanzen viel Sonne und Wärme brauchen. Schattige Teiche frieren im Winter auch schneller zu und das Eis bleibt länger im Teich. Amphibien, Molche und Kröten lieben diese Gewässer.
 
Die  Wahl des richtigen Materials zum Teichbau

Vor der Planung eines Gartenteiches muss man sich das passende Material aussuchen um einen Gartenteich zu bauen. Als Entscheidungshilfe sollte man folgende Punkte beachten:
Langlebigkeit,  Dichte,  Sicherheit, Gestaltungsmöglichkeiten, Pflege und Reparaturmöglichkeit und ob das Material geeignet ist es  im Eigenbau durchzuführen. 

Der Fertigteich, der aus einer Kunststoffschale besteht, aber meistens nur für Wassertiefen  bis zu einen Meter und  im Eigenbau auch nur bis zu einem Durchmesser bis zu 3 Meter verlegbar ist. Die Uferlinien sind meistens zu steil und zu klein und man muss sich an die vorgegebene Form halten.
Fertigbecken empfehlen sich aber wenn wenig Platz zur Verfügung stehen, als Bach oder zum Bau eines Mini- Wassergartens, eines Balkon oder Terrassenteiches.
Tonteich
Eine weitere Variante ist einen Teich aus natürlichen Material, den Ton zu formen. Die Tonziegel werden  genau nach der Bauanleitung auf den Untergrund verlegt. Das Material bleibt dicht und behält seine Struktur. Ton hat einen weiteren Vorteil: Er lässt sich gut formen, was in den Randzonen des Teiches besonders günstig ist. Die Nachteile :Ton hat ein hohes Eigengewicht ca. ein Tonziegel von 30 x 30 x 10 cm hat ein Gewicht von 20 kg. Ein Quadratmeter  Dichtungsfläche wiegt 180 bis 200 kg. Die Transportkosten sollte man schon  mit einrechnen. Beim Ausschachten muss man zudem 30 cm tiefer als bei einen vergleichbaren Folienteich die Erde ausheben.

Der Folienteich, der meist gebaute Gartenteich. Die Folien lassen sich gut verarbeiten und das Preis- Leistungsverhältnis stimmt. Mit Folien kann man jede Teichform und Größe bauen Ob Bachlauf, einen Sumpf, Ufer oder Inseln alles läst sich umsetzen .Das sehr elastische Material der Teichfolien passt sich jeden Niveau und jeden Untergrund an. Teichfolien gibt es im Fachhandel als Rollenware mit unterschiedlichen Materialstärken von 0,5 mm, 0,8 mm und 1 mm. Bei größeren Teichen muss 1mm starkes Material verwendet werden. Die Rollen gibt es in 2m, 6 m und 8m Breite. Eine Rolle enthält eine bahn mit 20 m Länge. Man kann aber auch Sondergrößen ab Werk bestellen. Die Folien kann man mit einigen Helfern gut in der Teichgrube verlegen.
Standort:
Wenn man sich für ein Material, mit den man den Teich bauen will entschlossen hat,  kann es zur Standortfrage und  Planung kommen. 
Der Standort des Teiches im Garten wird durch verschiedene Faktoren bestimmt. Grundsätzlich sollte der Teich aber der Mittelpunkt des Gartens sein und nicht in irgendeine Ecke gedrängt werden. Die Geländeform beeinflusst entscheidend den zukünftigen Standortes des Teiches. Er sollte an einer Stelle de Gartens geplant werden, den die Natur auch vorsehen würde. Wasser sammelt sich an der tiefsten Stelle, Wasser fließt immer talwärts. Zumindest der optischen Eindruck sollte versucht werden. Das kann man kompensieren, indem man mit dem Aushub des Teiches leicht ansteigend auffüllt, eines Hügel modelliert oder eine Mauer aus Natursteinen  oder ähnlichen Material anfertigt. Die Wasserfläche liegt für den Betrachter somit an tiefster Stelle.
Auch sollten zur richtigen Standortwahl  der Lichteinfall und Sonnenstand zählen. Liegt ein Teich den ganzen Tag in der Sonne, können schnell Temperaturen von über 25 Grad erreicht werden. Also muss man, wenn kein Schatten vorhanden ist mit Bäumen und Büschen nachhelfen. Um den normalen Laubbefall braucht man sich keine Sorge machen, in einem intakten Biotop ( viel Wasserpflanzen ) es sich im laufe der Jahre selbst regelt. 
Ein gut gestalteter Weg oder eine kleine Terrasse ( Sitzmöglichkeit )   um das Leben im Wasser gut zu beobachten sind immer vorteilhaft.
Teichgröße:
Die Größe des Teiches ist Ersteinmahl abhängig   von der Gartengröße. Ein Teich sollte nie zu klein sein! Nur in größeren Teichen ( ab 15 qm Wasserfläche ) kann eine ausreichende Wassertiefe erreicht werden. Das hängt damit zusammen, dass steile Ufer, wie sie in kleinen Teichen erforderlich werde, zu einer großen Gefahrenquelle für Kinder wird. Zum anderen sind steile Ufer ungünstig für die Teichbepflanzung. Größere Teiche unterliegen geringeren Temperaturschwankungen und durch die größere Wassermenge wird auch besser das ökologische Gleichgewicht gehalten.
Aber ist der Wusch vorhanden oder das Grundstück zu klein, kann man natürlich auch kleinere Teiche bauen. dann sollte man aber die Umgebung des Teiches durch Büsche, Pflanzen und Bäume Naturteichen nacheifern. Auch hier fühlen sich Erdkröten und Libellen wohl. Selbst ein Mini Wassergarten oder Bottich mit einer Seerose können schön aussehen.

 

 Planung eines Teiches

 

Gartenteich sollte gut geplant und durchdacht werden. Wenn das Teichmaterial und der Standort des Teiches festliegt geht es zur genauen Planung der Einzelheiten. Bei einer Neuplanung auch mitüberlegen, ob nicht gleich ein Knick aus Büschen für die Vögel, Insekten und Sonnenschutz für den Teich mit angelegt wird. Naturteiche bestehen zu achtzig Prozent aus Flach- und Sumpfzone! 
Dann sollte man sich eine Querschnittzeichnung und Flächenzeichnung  seines Teiches anfertigen. Die Teichfläche wird mit Hilfe eines Schlaues auf  den Boden übertragen. Nach Ausheben der Teichesgrube,  Steine und andere scharfkantige Gegenstände beseitigen.
Um die Größe der Teichfolie festzulegen nimmt man ein langes Seil und legt es vom angenommenen Teichrand durch die Teichgrube zum gegenüber liegenden Teichrand aus. Das macht man mehrere male und gibt einen Meter dazu. So erhält man die tatsächliche Foliengröße.
Um einen Waagerechten Teichrand zu bekommen, habe ich eine Schlauchwaage benutzt, damit es keine Überraschung eines nicht stimmenden Wasserstandes gibt.
Spätestens nun muss man sich Gedanken machen, wie und welchen Teichüberlauf man braucht.
Es gibt hier verschieden Möglichkeiten: Das Überschüssige Wasser in ein Sumpfbeet mit einem einfachen Überlauf zu entfernen oder wie ich es gemacht habe, eine Flachdachentwässerung einzubauen. 
 Den Boden dann mit einem dicken Flies oder Plane belegen und bei Temperaturen über zwanzig Grad die Folie ausbringen. An den Rändern  die überstehende Folie nicht abschneiden. Dann habe ich aus einem Wasserhydranten den Teich zur Hälfte gefüllt und dann versucht die Falten der Folien richtig zu legen.
Je nachdem wie man den Gartenteich bepflanzen will gibt es mehrere Möglichkeiten:
Mit viel Sand und Lehm den Flachwasserbereich befüllen und dann die Pflanzen in die Erde bringen. Das hat den Nachteil das nach mehreren Jahren alles miteinander verwurzelt ist oder die pflanzen in Bottiche und Eimer pflanzen. Ich habe einfache Maurerbütten, die es in jeden Baumarkt billig gibt, genommen.  
 Auf keinen Fall Torf oder Gartenerde in den Teich bringen, um das Teichwasser  nicht mit  Nährstoffen zu belasten.


Querschnittzeichnung eines möglichen Natur - Teiches

 


Nun den  Teich mit Wasser  befüllen und gleich den Wasserüberlauf  kontrollieren. Man kann das überlaufende Wasser in eine Sickergrube laufen lassen oder auch ein zusätzliches Sumpfbeet einrichten. 
 Nach zwei Wochen  habe ich die überhängende Folie abgeschnitten und das Ufer befestigt.
Bei meinem Teich habe ich noch eine Zuleitung des Regenwassers vom Garagendach mit angelegt. So habe ich immer "Nährstoffarmes Regenwasser" als Zulauf.
Nach einiger Zeit hat sich die Qualität des Wasser so normalisiert, dass kein übermäßiger Algenwuchs mehr vorhanden ist. Zur Sauerstoff - Regulierung habe ich im Sommer eine Tauchpumpe  mit einer Förderung von 300 Litern in der Stunde an. Über den Winter braucht der Teich wegen seiner Größe keinen besonderen Schutz.
Nach meiner Meinung sind die größten Fehler bei einem Bau eines Gartenteiches, dass der Teich zu klein (mindestens  6000 Liter Wasser ) und nicht tief genug (mindestens 1,20 m ) gebaut wird. 


Pflege:
Wenn der Teich zu viele Nährstoffe enthält, vermehren sich Algen übermäßig stark. Das Wasser wird grün. Die Algenbekämpfung ist dann häufig schwierig und zeitaufwendig.
Das Beste ist die Vorsorge: Den Teich mit Trinkwasser auffüllen, keinen Torfboden verwenden, Blätter und abgestorbene Pflanzen entfernen.
Ansonsten gilt es die Ursache für das Algenwachstum anzupacken. Das Nährstoffüberangebot im Teich muss abgebaut werden. Eine Sumpfbeetkläranlage kann wirkungsvoll den Nährstoffgehalt im Teich senken und sogar trübe, grüne Teiche reinigen.
Das schmutzige, warme und veralgte Wasser wird aus dem Teich gepumpt und als Fontäne oder Wasserfall (Sauerstoffgehalt wird erhöht ) und fließt in den Filterteich, der viele Pflanzen beinhaltet. Dort nehmen die  Pflanzen  Nährstoffe auf und bringen Sauerstoff über die Wurzeln ins Wasser ab.. Sand und Wurzelwerk filtern zudem Schmutzstoffe ab. Über den Überlauf oder Wasserfall des Filterbeckens läuft das gereinigte Wasser von selbst in den Teich zurück
Das Filterbecken sollte nicht zu klein gewählt werden. Es sollte nicht unter einen Durchmesser von 2 Metern und eine Tiefe von 40 cm haben. Die Tauchpumpe muss an der tiefsten Stelle im Teich liegen und zwischen 300 bis 700  Liter in der Stunde pumpen.
Als Pflanzen sollte man Binse, Rohrkolben, Wasserschwertlilie verwenden. Etwas Geduld muss man auch aufbringen, es können schon einige Wochen vergehen, bis der Teich gereinigt ist. 

Hervorragendes soll auch ein Mittel der Gloria -Werke in Wadersloh schaffen. Das Mittel heißt Teich-Klar und ist ein rein mineralisches Produkt in flüssiger Form. Es muss allerdings genau nach der Bedienungsanleitung verfahren werden und bindet die Algen, die man später aus den Teich entfernen kann.

Sehr wichtig, um etwas gegen schlechtes Teichwasser zu unternehmen ist natürlich erst einmal zu wissen, was ist zuviel oder zuwenig im Wasser. Es gibt von der Firma Tetra ein Wassertest-Set, mit dem man wichtige Wasserwerte ermitteln kann. Mit dem Tetra Test Laborett kann man den  pH- Wert, Kohlendioxidgehalt, Nitritgehalt, Gesamthärte (GH) und Karbonathärte (KH) ermitteln.