Insektengiftallergie: Die gefährlichsten Insektenarten im Garten

Allergien können für Betroffene lebensgefährlich werden, wenn auf einen Allergieauslöser nicht schnell reagiert wird. Neben einzelnen Nahrungsmittelallergien ist auch die Insektengiftallergie weit verbreitet. Doch welche Gartenbewohner können allergische Reaktionen auslösen und wie erkenne ich diese? Außerdem haben wir praktische Tipps zur Vorbeugung für alle Allergiker zusammengefasst.

Diese Gartenbewohner können allergische Reaktionen auslösen

Beim Gedanken an eine Insektengiftallergie fallen vor allem Wespen und Bienen sofort ein. Beide injizieren bei einem Stich über ihren Stachel das Gift in den Körper der gestochenen Person. Für Menschen ohne Allergie ist ein solcher Stich zwar unangenehm, gesundheitlich jedoch unbedenklich. Bei einer Insektengiftallergie hingegen reagieren Betroffene häufig mit Atemnot und müssen schnellstmöglich medizinisch versorgt werden. Ein Wespenstich lässt sich übrigens ganz einfach von einem Bienenstich unterscheiden. Bienen verlieren beim Stechen ihren Stachel, der in der Haut stecken bleibt, und versterben umgehend. Wespen hingegen verlieren ihren Stachel nicht.

Neben Wespen und Bienen können jedoch noch weitere Gartenbewohner mit ihrem Gift eine allergische Reaktion auslösen. Dazu gehören Mücken, Stechfliegen, Hummeln, Bremsen und Hornissen. Letztere sind allerdings eher selten anzutreffen, da ihre Population in Deutschland sehr gering ist. Eine spezielle Gefahr geht von Mücken aus, da ein Stich meistens zunächst nicht bemerkt wird. Erst ein auftretender Juckreiz und eine Quaddel an der Einstichstelle deuten auf einen Mückenstich hin. Den Stich von Hummeln, Bienen, Wespen, Hornissen und Bremsen merken Betroffene in der Regel deutlich durch einen auftretenden Schmerzreiz.

Wichtige Tipps für Allergiker

Für Allergiker ist es wichtig, die allergenen Stoffe genau zu kennen. Bei einem Allergietest kann ermittelt werden, ob Insektengift zu allergischen Reaktionen führt. Wer diesen Verdacht hegt, sollte sich daher möglichst schnell testen lassen. Bei einem positiven Testergebnis kann durch die eigene Gartengestaltung das Risiko reduziert werden. Insektenfreundliche Pflanzen sind dabei unbedingt zu meiden. Auch ein Kompost ist für Insekten eine beliebte Nahrungsquelle und sollte daher vermieden werden. Stattdessen lassen sich Lebensmittelreste und Grünschnitt in einer Biotonne entsorgen. Hier sollte der Deckel unbedingt geschlossen sein, damit die Mülltonne keine Insekten anzieht.

Außerdem sollten die Tiere im Garten keinen Unterschlupf finden. Auch das Anlocken von natürlichen Fressfeinden vertreibt die kleinen Allergieauslöser aus dem heimischen Garten. Wespen, Bienen und Mücken stehen zum Beispiel auf dem Speiseplan von Vögeln, Fröschen und Garten-Vogelspinnen.

Um die Anzahl der Mücken zu reduzieren, sollten diese keine Wasserquelle im Garten vorfinden. Teiche, Vogeltränken und andere Wasserläufe gehören daher nicht in den Garten von Personen mit einer Insektengiftallergie. Da sich trotz dieser Maßnahmen ein Kontakt mit den Allergieauslösern nie vollständig vermeiden lässt, ist eine ausführliche Beratung beim Arzt sinnvoll. Verschiedene Medikamente können von Allergikern direkt nach einem Kontakt mit dem Insektengift eingenommen werden und die Reaktion eindämmen. Bei einer starken allergischen Reaktion ist unverzüglich ein Arzt aufzusuchen.

Bildquelle:

  • TB studio/shutterstock.com
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