Gelber Rasen: Mögliche Ursachen und wie er wieder grün wird

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Ein Rasen ist das Aushängeschild einer gepflegten Gartengestaltung. Nur wenn die Fläche im satten Grün erscheint, ist sie gesund und macht Spaß. Verfärbt sich das Gras gelb, geht es es ihm nicht gut und braucht Ihre Zuwendung. Für die Regeneration des Rasens müssen die Ursachen erkannt und die richtigen Maßnahmen angewandt werden.

Gelber Rasen und das Wasserproblem: Wie wird er wieder schön saftig grün?

Tatsächlich kann zu wenig Wasser der Grund für einen ungesunden Rasen sein. Vor allem an den sehr sonnigen Stellen trocknet der Rasen rasch aus, wenn er zu wenig Wasser erhält. Einzelne kleine aber auch große Flächen werden gelb oder gar braun. Fehlt das Wasser weiterhin, sterben die Grasnarben ab und der blanke Boden tritt hervor. Leidet der Rasen unter zu viel Wasser, kann der Boden es nicht mehr aufnehmen. Auf der Fläche entstehen Pfützen, in denen die Grashalme regelrecht ertrinken und absterben – das Grün verfärbt sich zusehens. Ist zu viel Regen die Ursache, heißt es abwarten und später reagieren. Liegt die Bewässerung aber in Ihrer Hand, achten Sie auf die richtige Menge und regelmäßige Anwendung.

Um die aktuelle Bodenfeuchte festzustellen, schauen Sie unter die Oberfläche. Ist der Boden auch noch in einigen Zentimetern Tiefe feucht, benötigt er noch kein oder nur wenig Wasser.

Die beste Zeit zum Gießen ist am frühen Morgen oder am späten Abend. Denn dann liegt der Rasen im Schatten und ist weniger empfindlich und angreifbar. Ist die Hitze im Sommer groß und die Sonnenstrahlen scheinen beim Gießen direkt auf die Grashalme, verdampft das Wasser sofort. Außerdem können die Halme verbrennen und hässliche Brandflecken bekommen. Am besten verteilen Sie immer kleinere Mengen Wasser und in kürzeren Abständen. Eine automatische Regenanlage hilft Ihnen dabei.

Der Boden ist sauer

Ist der Boden aus dem stofflichen Gleichgewicht, liegt der pH- Wert zu hoch oder zu niedrig udn das Gras verliert das Grün. Der ideale Wert liegt zwischen 5,5 und 6,5. Er lässt sich leicht mit einem speziellen Test- Set aus dem Gartenfachhandel feststellen. Bei Bedarf wertet auch ein landwirtschaftlichen Fachlabor die Werte aus. Dazu analysiert das Labor eine Bodenprobe von Ihrem Rasen und erstellt ein fachmännisches Gutachten mit den notwendigen Gegenmaßnahmen. Die Adresse für ein Labor in Ihrer Wohnortnähe erfahren Sie beim: Verband Deutscher Landwirtschaftlicher Untersuchungs- und Forschungsanstalten (VDLUFA).

Um den optimalen pH-Wert des Bodens auszugleichen, benötigt er Rasenkalk. Damit der Kalk auch tief in den Boden gelangen kann, muss dieser durchlässig sein. Aus diesem Grunde empfiehlt sich das vorherige Mähen und Vertikutieren. Allerdings muss das Gras den Kalk erst verarbeiten und die Regeneration braucht etwas Geduld.

Die Düngung stimmt nicht

Auch zu viel oder zu wenig Dünger sind Gründe für die gelbe Färbung des Rasens. Eine zu große Menge Dünger überfordert den Rasen mit Nährstoffen. Das Gras kann diese nicht verwerten und welkt. Dagegen verhungert das Gras bei zu wenig Nährstoffen regelrecht und stirbt. Es kann auch passieren, dass das Düngemittel vom Wasser nicht gut genug in den Boden gespült werden kann und dadurch das Gras verätzt. Außerdem schadeen zu viel Nährstoffe auch dem Boden und verändern den pH- Wert erheblich.

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Verwenden Sie Langzeitdünger, können Sie wenig falsch machen. Diese Zusammensetzungen enthalten das richtige Mengenmaß an alle wichtigen Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium. Der Dünger wird nach Anleitung auf die Fläche verteilt, gibt die Inhalte gleichmäßig ab und der Rasen verarbeitet sie ganz und gar. Verbessert sich der Zustand des Rasens noch immer nicht, kann es an der falschen Zusammensetzung der Nährstoffe liegen. Manchmal fehlt auch nur Eisen und ein spezieller Eisendünger ist die richtige Wahl.

So wird der gelbe Rasen wieder grün: Mähen und aufräumen

Eine häufige Ursache für einen gelben Rasen ist ein falscher Schnitt. Beim Mähen sind die richtige Länge, die Regelmäßigkeit und der richtige Zeitpunkt zu beachten. Beim ersten Schnitt sollten die Grashalme nicht mehr als die halbe Länge gekürzt werden. Als Richtmaße gelten eine Länge von circa 3 cm und in Schattenbereichen 4 cm. Kürzen Sie die Halme zu viel, gelangen junge Triebe und Blätter auch unters Messer und bremst das Wachstum. Außerdem dürfen Sie nach dem Winter nicht zu früh mit dem Schneiden beginnen. Nach der Kälte benötigt der Rasen erst einmal etwas Zeit, um sich zu herholen.

Der Frost hat dem Gras stark zugesetzt und es muss sich davon erholen. Erst wenn die Temperaturen im Frühjahr etwas gestiegen sind, ist es Zeit für den Rasenmäher. Damit ausreichend Licht und Luft an die Grasnarben kommen, sind die Schnittreste zu entfernen. Außerdem verhindern Sie den Befall von Pilzen und Krankheitserregern. Möchten Sie das Schnittgut zum Düngen des Rasens verwenden, lassen Sie nur einen Teil liegen. Verteilen Sie es so, dass noch genügend Luft an das Gras bekommt. Vor allem im Herbst muss gemäht und das herabfallende Laub der Bäume und Büsche regelmäßig entfernt werden.

Das letzte Mal sollten Sie den Rasen kürzen, bevor die Nächte richtig kalt werden und es Winter wird. In der Regel ist das ab Mitte Oktober. Die optimale Graslänge misst etwa 4 cm. Bleibt das Gras zu lang, zerdrückt und bricht der nahende Frost und Schnee die Halme.

Übrigens: Regelmäßiges und richtiges Mähen hält den Rasen jung und sorgt für einen dichten Wuchs.

Den Rasen reparieren

Ein mechanischer Eingriff kann einer verfärbten oder lückenhaften Fläche zu einem gesunden Neustart verhelfen. Eine mangelnde Pflege kann zu Verfilzungen und Vermoosungen in der Rasenfläche führen. In diesem Fall ist das Vertikutieren die richtige Maßnahme. Dabei greifen rotierende Messer in den Boden ein, entfernen die „falschen“ Kräuter und lockern die Oberfläche auf. Danach bekommt der Boden wieder ausreichend Luft, kann atmen und Wasser sowie die Nährstoffe aufnehmen.

Entstehen kahle Stellen im Rasen, ist Nachsäen angesagt. Der Handel bietet spezielle Reparatur- Sets an, die Ihnen die Verbesserung leicht machen. Die Sets bestehen aus einer Mischung Saatgut und Dünger. Ausgebracht und gewässert, gehen die Samen bald auf und schließen die schadhaften Stellen mit neuem Graswuchs.

Abschließende Tipps bei gelblichen Rasen

Möchten Sie nicht warten bis das neue Gras gewachsen und die Rasenfläche wieder vollständig grün ist, greifen Sie zu einer schnellen Methoden. Im Handel gibt es fertige Rasenflächen in Form von Rollrasen oder Rasenstücken. Diese legen Sie in der Form der Reparaturstelle einfach auf dem nackten Boden aus und lassen ihn einige Tage anwachsen. Haben Sie alles Notwendige für einen gesunden und grünen Rasen unternommen, gönnen Sie ihm ausreichend Zeit, sich zu erholen. Betreten Sie ihn nicht und wässern sie ihn gelegentlich. Mit der Zeit wird Ihr Rasen wieder dichter und im grünen Glanz erleuchten.

Bildquelle Titelbild:

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