Automatische pH-Messung: Den Pool optimal schützen

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Es gibt an heißen Tagen nichts Schöneres als den Sprung ins kühle Wasser des Pools. Doch ein ungünstiger pH-Wert kann das Vergnügen schnell trüben. Vor allem die Augen sind schnell von einem zu niedrigen oder zu hohen Wert gereizt. Auch die Haut leidet darunter. Außerdem greift zu saures oder zu basisches Wasser die Poolmaterialien, vor allem an den Armaturen, an. Für sorgenfreies Plantschen sollte während der Badesaison deshalb der pH-Wert im Pool regelmäßig gemessen werden.

Automatische pH-Messung: Was ist der Zweck?

Zufällige Messungen des pH-Wertes von Poolwasser gewährleisten oft zu spät oder zu ungenau Veränderungen der Werte. Automatische pH-Messungen können täglich und zu jeder Tageszeit vorgenommen werden. Je geringer die gemessene Abweichung ist, desto rascher ist Handeln möglich. Auch der Verbrauch an Granulat für das Erzielen des Optimalwertes ist umso höher, je sporadischer gemessen wird. Deshalb ist die automatische pH-Messung eine gute Lösung für die Badegäste, die Pooltechnik und die Umwelt.

Optimale und grenzwertige pH-Werte des Poolwassers und deren Folgen

Der beste pH-Wert für den Pool liegt bei 7,2. In Ordnung sind aber auch Abweichungen zwischen 7,0 und 7,4. Diese entstehen durch den Einfluss von Regen, Sonneneinstrahlung und Temperaturschwankungen. Auch die verwendete Menge an Chlor lässt den Optimalwert abweichen. Jedoch brauchen in diesem Fall keine Maßnahmen zum Erhöhen oder Senken des pH-Wertes unternommen zu werden. Werden Werte unter 7,0 gemessen, dann ist dies zu niedrig. Ein Übersäuern des Poolwassers tritt meist nach Regentagen auf. Denn Regenwasser ist viel saurer als geklärtes und gechlortes Poolwasser.

Jetzt muss sofort gehandelt und der pH-Wert wieder angehoben werden. Vorher sollten zum Schutz der Gesundheit keine Personen den Pool benutzen. Auch basische pH-Werte ab 7,5 sind für Menschen nicht gesund. Ein solch hoher Wert entsteht gelegentlich, wenn zu viel und/oder zu oft Chlor ins Wasser gegeben wurde. Vermeiden lässt sich dies durch genaues Befolgen der Packungshinweise von Chlor. Verändern lässt sich der Wert (wie später beschrieben) mit Hilfe von Säuregranulat.

Weitere Verwendungsbereiche der automatischen pH-Messung

Nicht nur der pH-Wert im Poolwasser lässt sich durch automatische Messung schnell und wirksam regulieren. In Teichen leben oft Wasserbewohner mit unterschiedlichen Ansprüchen an den pH-Wert. Hier sind Schwankungen durch Verunreinigungen, Regen und Temperaturschwankungen besonders stark zu bemerken. Damit es den Fischen, Pflanzen und weiteren Bewohnern dauerhaft gut geht, kann die automatische pH-Messung rasch ungünstige Veränderungen anzeigen. Ein Verändern mit chemischer Hilfe darf dort natürlich nicht stattfinden.

Besser ist bei Bedarf ein Wasseraustausch oder – bei geringen Abweichungen – die Zufuhr von viel pH-günstigem Frischwasser. Grundsätzlich ist die Überwachung des pH-Wertes überall dort sinnvoll, wo sich im Wasser Lebewesen aufhalten. Dazu gehören neben Pool und Teich auch Aquarien.

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Testablauf für die manuelle pH-Messung im Pool

Die automatische pH-Messung im Pool gelingt einfach. Doch sie ist nur mit verfügbaren Messgeräten möglich. Sind solche nicht zur Hand, helfen als Erstmaßnahme manuelle Methoden bei der Wertbestimmung. Mit Teststreifen und Tabletten wird am besten für den Schnelltest in diesen Schritten verfahren:

  • Zunächst muss geprüft werden, ob der vorliegende Streifen oder die Tabletten den Gehalt an Chlor oder den pH-Wert messen. Steht auf der Packung „Phenol“, dann ist dies der Schnelltest für den pH-Wert.
  • Ein verschließbares Testgefäß wird nun mit Poolwasser gefüllt. Sehr gut eignen sich transparente Röhrchen aus Glas oder Kunststoff mit einem dicht schließenden Deckel. Eine Menge von wenigen Millilitern Wasser ist für den manuellen Test ausreichend.
  • Teststreifen im Testgefäß zeigen nach wenigen Minuten ein sicheres Ergebnis an. Testtabletten werden vollständig in das Testgefäß gegeben.
  • Es dauert eine Weile, bis sich die Testtablette im Wasser vollständig auflöst. Vorher ist kein Messwert ablesbar. Hilfreich beim Auflösen ist es, das verschlossene Testgefäß mehrmals zu schütteln.
  • Zu jeder Packung von Teststreifen und Testtabletten liefert der Hersteller eine Vergleichsskala mit. Sie ist in unterschiedliche Farben eingeteilt und kann jeden pH-Wert von sauer bis basisch leicht erkennbar machen. Jetzt wird das Wasser vor diese Skala gehalten und die entstandene Farbe mit den Skalawerten verglichen.
  • Es kann passieren, dass nur eine geringe Verfärbung des Wassers auftritt. Um dennoch den pH-Wert genau zu erkennen, kann ein Stück weißes Papier oder Karton hinter dem Teströhrchen hilfreich sein.

Verfügbare Messgeräte für die pH-Messung

Elektronische Messgeräte sind viel genauer als die einfachen Testmöglichkeiten mit chemischen Hilfen. Auf dem Markt gibt es hydroponische pH-Elektrodensonden. Sie werden vor allem zur pH-Messung des Wassers in Aquarien verwendet. Ebenso präzise ermitteln sie die Wasserwerte im Pool, und zwar mit Hilfe von Elektroden. Die Messung erfolgt damit schnell und kann auch über eine entsprechende App am Smartphone abgerufen werden. Ein zweites gängiges Messgerät für diesen Zweck ist der pH-Wert-Detektionssensor. Optisch erinnert dieses Gerät an einen Tauchsieder.

Technisch nimmt es die Wasserwerte auf und leitet sie an die Messelektronik präzise weiter. Um die Werte vom Smartphone abzulesen, ist zusätzlich zu beiden Messgeräten ein BNC-Konnektor nötig.

Den pH-Wert bei Bedarf selbst verändern

Der Handel bietet zum Ausgleich eines ungünstigen pH-Werts im Pool Granulate an. Mit Hilfe eines Säuregranulats wird der pH-Wert gesenkt. Wie es dosiert werden muss, steht auf der Packung. Als ungefährer Richtwert gelten 80 bis 100 Gramm auf 10 Kubikmeter Wasser für die Senkung des pH-Wertes um 0,1. Bei sehr hartem Wasser erhöht sich die nötige Menge. Das Gleiche gilt, wenn der pH-Wert erhöht werden muss. Um das Granulat effektiv einzusetzen, wird es in einem großen Eimer mit Wasser aufgelöst. Ist kein Körnchen mehr fest, wird die Lösung am besten gut verteilt in das Poolwasser geschüttet. Anschließend hilft Umwälzen mit Pooltechnik oder einfachen Hilfsmitteln dabei, die Lösung überall im Wasser von der Oberfläche bis zum Grund zu verteilen.

Achtung: Granulate für die Veränderung des pH-Wertes im Wasser sind nur ein Jahr ab Herstellung haltbar. Das gilt für verschlossene Packungen ebenso wie für offene, trocken gelagerte Produkte. Ist am Ende der Poolsaison noch Granulat übrig, darf dies nicht im Hausmüll entsorgt werden. Es gehört zur Schadstoff-Abgabestelle. Die Verpackung dagegen ist recyclebar. Sie wird gründlich mit Wasser abgespült und nun im Hausmüll oder bei der Recyclingstelle entsorgt. Zum Schutz der Gesundheit ist Vorsicht beim Umgang auch mit dem trockenen Granulat geboten.

Kinder dürfen dazu unter keinen Umständen Zugang bekommen. Die erwachsenen Anwender vermeiden mit Hilfe von Handschuhen und Schutzkleidung jeden Kontakt. Vor allem die Augen können bei fehlerhaftem Umgang und Kontakt mit der Granulatlösung Verätzungen erleiden.

Automatische pH-Messung: Das Fazit

Ein Pool ist der ultimative Sommerspaß in vielen Gärten. Doch das Poolwasser kann durch Schwankungen des pH-Wertes ungünstige Auswirkungen auf die Gesundheit und die Pooltechnik haben. Dem lässt sich durch regelmäßige Messung abhelfen. Neben manuellen Testmethoden gibt es inzwischen verschiedene elektronische Varianten zur automatischen pH-Wert-Bestimmung. Gegen zu saures oder zu basisches Wasser muss schnell gehandelt werden. Das ist mit Granulaten sofort möglich.

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