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| Tagetes-Blüte-Saat | Anzucht - Erde | Beheizter -Aussaatkasten |
| Ein wenig Theorie:
Ein Samenkorn ist praktisch schon eine vollständig vorgebildete Pflanze.
Es besitzt einen Nahrungsvorrat, ein Atemsystem und ein starkes
Wachstumspotential. Die Entwicklung einer neuen Pflanze aus einem
Samenkorn ist von den Faktoren Feuchtigkeit, Wärme, Nährstoffe, Licht
und Luft abhängig. Die Anzuchterde muss Nähstoffarm sein, und sollte aus 3 Teile Sand und einen Teil Torf bestehen. Die Erde darf aber auch nicht zu viele Nährstoffe, vor allen keine Düngesalze enthalten, denn zu hohe Konzentrationen führen nur zu Wachstumsstockungen Der aus dem Samen wachsende Sproß strebt zum Licht, um mit dem Aufbau von Pflanzengewebe beginnen zu können. Ohne Licht sind die sprießenden Blätter nicht in der Lage zu assimilieren, das heißt, Baustoffe für das Wachstum von Wurzel und Sproß zu produzieren. Sobald sich das erste Blatt entfaltet, muss man das Licht an die Pflanze heranlassen, sonst sucht sie danach, als Folge streckt sie sich höher und höher, wird dabei schwach, vergeilt und stirbt schließlich ab. Und endlich benötigt der Samen Luft, ein Wachstumsfaktor, der häufig zu wenig beachtet wird. Wenn man ein Samenkorn in Wasser eintaucht und damit alle Luft fernhält, so geht die Entwicklung des Sämlings nur sehr langsam vor sich. Luft ist für das Gedeihen des Sämlings ebenso lebenswichtig wie Feuchtigkeit, Wärme, Nährstoffe und Licht. Jeder hat schon einmal bemerkt, das die Sämlinge die man in der Wohnung aufzieht und dann in den Garten ,an die frische Luft bringt, einen Wachstumsschub haben. Für den Erfolg einer Aussaat und ein zügiges Wachstum der Sämlinge ist es daher wesentlich, eine gut drainierte Erdmischung zu verwenden, denn nur so kann Luft in die Erde eindringen und den Wurzeln bei der Arbeit helfen. |
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| Spezielle Aussaat im | Styroporkisten - Jedes | Saat-Korn einzeln |
| Im Freiland muss man für die
Aussaaten die richtige Jahreszeit wählen. Meistens nimmt man sie im
Frühjahr vor. Der Boden wird sehr schnell von der Sonne erwärmt,
trocknet ab und wird locker und krümelig. Wenn es an den nun
länger werdenden Tagen auch noch warm und feucht genug ist, hat man
ideale Wachstumsbedingungen. Bei Aussaaten in geschlossenen Räumen lassen sich die Umweltfaktoren selbstverständlich besser regulieren. Aber auch in diesen Fall spielt die Jahreszeit eine Rolle. Man muss sicher sein, dass der Zeitpunkt des Auspflanzens der fertigen Jungpflanzen in die dafür geeignete Jahreszeit fällt. Es hätte keinen Sinn, Pflanzen heranzuziehen, die etwa mitten im Winter das Pflanzstadium erreichen. Die aus Samen gezogenen Pflanzen sind entweder einjährig ( Bringt nach der Aussaat im Frühjahr noch im gleichen Jahr Blüten und Samen und stirbt dann ab ). Zweijährige Pflanzen treiben im ersten Jahr den Sproß, der nur Blätter, aber noch keine Blüten entwickelt. Im zweiten Jahr bilden sie Blüten aus ). Mehrjährige Pflanzen (die älter als zwei Jahre werden, brauchen mehrere Jahre, um sich bis zu ihrer Reife brauchen ). Der Hobbygärtner macht häufig den
Fehler, die Aussaat zu dicht
vorzunehmen, wodurch unnötige Verluste entstehen. Wenn keimende Samen
sich berühren oder sehr dicht nebeneinander liegen und die Keimlinge sich
gegenseitig hochjagen, müssen diese von Anfang an ums Dasein ringen. Wenn
auch die kräftigen überleben, so kommt es doch zu einer hier
unerwünschten Auslese, der die schwächeren Sämlinge zum Opfer fallen.
Um eine gleichmäßige Aussaat bei kleinen Samen zu gewährleisten
zu können mischt man die dreifache Menge reinen Sand mit der Saat. Auf diese viel gestellte Frage gibt es keine allgemeingültige Antwort. Eine verbreitete Regel besagt, dass man den Samen so hoch mit Erde bedeckt soll, wie er dick ist. Das kann man zwar noch leicht abschätzen, wenn es sich um ein Samenkorn von der Größe z.B. einer Erbse handelt. Schwieriger aber wird es bei feineren Samen. Bei diesen genügt es jedoch meist , sie auszustreuen und die Saat mit sandigen Boden bedecken, oder sie nur leicht in der Erde andrücken. |
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| Keimling Pikieren | Gut bewurzelter Keimling | Einpflanzen des Keimlings |
| Nach Keimung der Saat bilden sich
die sogenannten Keimblätter. Sobald sich das erste Blattpaar sich zeigt
muss man die Pflanzen pikieren. Natürlich keimen nicht alle Samen
gleichzeitig. Deshalb verpflanzt man auch nur die Pflänzchen mit fertig
entwickelten Blätter. Obwohl die Sämlinge noch recht winzig sind, haben sie doch schon eine verhältnismäßig lange , feine Wurzel. Man fasst sie immer nur an den Blättern an oder ergreift sie unter den Keimblättern mit einem vorn angespitzten Hölzchen, um den Stängel nicht zu quetschen, und behandelt sie äußerst vorsichtig. Mit einem Pflanzholz sticht man ein Loch in die Erde, das tief genug sein muss, um die ganze Wurzel aufnehmen zu können. Den Sämling hält man tief in das Pflanzloch hinein, dass die Keimblätter gerade über der Erdoberfläche befinden. Die Erde leicht an Sproß und Wurzel drücken, so dass der Sämling festsitzt. Die Erdoberfläche mit den flachen Ende des Pflanzloches leicht andrücken, dass der Sämling aufrecht steht. Wenn die Arbeit beendet ist , sollen die Sämlinge in geraden, sauberen reihen stehen. Sie sollen soweit voneinander versetzt sein, dass jeder einzelne für sein Wachstum genügend Erde und Licht hat. Im allgemeinen pikiert man in einem Abstand von 1 bis 2 cm, bei größerer werdenden Arten auch etwas weiter. Wenn die Pflänzchen den ihnen in dem Pikierkisten zugeteilten Platz einmal ausgefüllt und das Erdreich durchgewurzelt haben, werden sie an ihren endgültigen Standort gepflanzt, entweder in Töpfe oder ins Freiland. |